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Bachelor Thesis Ar­chi­tek­tur – Europäisches Zentrum Denkmalpflege Kloster Bronnbach

„Die Denkmalpflege will Bestehendes erhalten, die Restauration Nichtbestehendes wiederherstellen. Der Unterschied ist durchschlagend. Auf der einen Seite, die verkürzte, verblaßte Wirklichkeit, aber immer Wirklichkeit – auf der anderen die Fiktion“ // Georg Dehio, 1905

THEMA
Denkmalschutz und Denkmalpflege unterliegen in Deutschland der Kulturhoheit der Länder. In jedem der 16 Bundesländer gibt es eigene Denkmalschutzgesetze und eigene stattliche Verwaltungsstrukturen, die jeweils leicht divergieren. Die Länder sind zuständig für Erlass und Vollzug der Denkmalschutzgesetze, gemeinsam mit den Oberen (Regierungsbezirken) und Unteren (Kreisen und Gemeinden) Denkmalschutzbehörden. Auf Bundesebene existiert von staatlicher Seite nur das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz, welches sich als Kammer der wesentlich föderal geprägten Denkmalpflege sieht. Auch auf europäischer Ebene ist die Denkmalpflege und der Denkmalschutz unterschiedlich geregelt. Dies beruht auf der historischen Entwicklung des jeweiligen Staatswesens und auf dem landestypischen Zu- und Umgang mit dem kulturellen Erbe. Ein einheitlich geregelter Umgang mit Denkmäler ist daher weder in Deutschland noch in Europa organisatorisch gegeben.

Perspektivisch wäre für den Schutz unserer Kulturgüter eine stärkere Vernetzung und gemeinsames Handeln, sowohl auf nationaler, als auch auf internationaler Ebene erstrebenswert. Der europäische Gedanke sollte auch im Bereich des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege stärker weitergetragen werden.

AUFGABE
Ein Europäisches Zentrum der Denkmalpflege soll entstehen. Ein Ort der Kommunikation und des Austausches und ein Ort des praktischen Erlernens und Anwendens. Das Zentrum dient der Information und dem Austausch zu allen Themen der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes. Gleichzeitig steht auch die praktische Wissensvermittlung angewandter Denkmalpflege in Restaurierungswerkstätten im Vordergrund. Sowohl eine Jugendbauhütte, als auch ein Stipendiatenprogramm, mit Ateliers und Wohnungen komplettieren das Zentrum in seinen Nutzungen.

DER ORT
Die ehemalige Zisterzienserabtei Bronnbach, aus dem 12. Jahrhundert, befindet sich im Taubertal, nahe der großen Kreisstadt Wertheim. Das Kloster wurde 1151 gegründet und ist seitdem ein über Jahrhunderte gewachsenes Ensemble, mit zahlreichen Bauphasen. Heute wird das Kloster Bronnbach unter anderem als Veranstaltungsort für Konzerte, Seminare, Weinproben und Führungen genutzt.
Im südlichen Teil des Klosterareals soll das Europäisches Zentrum Denkmalpflege entstehen. Topographie, Straße, Landschaft und die direkte Angrenzung und Anbindung an das Klostergelände erfordern eine vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Ort.

AUSSTELLUNG
Es entstanden 24 Abschlussarbeiten, die durch ihre unterschiedlichen Lösungsansätze neue Visionen und Denkanstöße für eine Europäisches Zentrum der Denkmalpflege aufzeigen.

 

HINWEISE:
Aufgrund des aktuellen Corona-Infektionsgeschehens bleibt der LUX Pavillon bis auf Weiteres geschlossen! Die Ausstellungen können über die Schaufenster des LUX von außen angeschaut werden.

Verantwortlicher Dozent:
Prof. Jürgen Rustler (Fachbereich Technik, Architektur)

Hier geht's zum Studiengang Architektur:
https://www.hs-mainz.de/studium/studiengaenge/technik/architektur-beng/uebersicht/

 

LUX Pavillon

Das Schaufenster der Hochschule Mainz. Ein transparenter Ort, Multiplikator und Schnittstelle — von Themen und Thesen, von Impulsen und Geistesblitzen: Ein Raum für regelmäßig wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen der Fachbereiche Technik, Gestaltung und Wirtschaft sowie Anlaufstelle für interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich über die Aktivitäten der Hochschule informieren wollen.

  

Weitere Informationen

LUX - Pavillon der Hochschule Mainz
Ludwigsstr. 2
55116 Mainz
https://lux.hs-mainz.de/