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Forschungsprofil - Strategie und Ziele der Hochschule Mainz

Die Stärke der Hochschule Mainz liegt in der angewandten Forschung und Entwicklung. Die Vielfalt der fachlichen Kompetenzen ist in den drei Fachbereichen Technik, Gestaltung und Wirtschaft zusammen gefasst. Darüber hinaus sind in den vergangenen Jahren mit der Gründung von sieben eigenständigen Instituten, die teilweise länger als 10 Jahre bestehen, sowie weiteren Arbeitsschwerpunkten neue Akzente im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung gesetzt worden, die in Zusammenarbeit mit einer großen Zahl an Kooperationspartnern aus der Wissenschaft, Forschung, Museen und der Industrie umgesetzt werden. Verantwortlich für die erfolgreiche Entwicklung ist u. a. die enge Verzahnung der  Forschung mit den jeweiligen Lehreinheiten. Angewandte Forschung wird an der Hochschule Mainz auch intern als Leistungskriterium gesehen und u. a. mit einer Reduktion des Lehrdeputats sowie einer Forschungszulage honoriert.

Aufbauend auf die bisherigen Forschungserfolge hat die Hochschule Mainz im Jahr 2013 die Bereiche „Informationstechnik und Kommunikation“ sowie „Material und Werkstoffe in Architektur, Bauingenieurwesen und Gestaltung“ als zentrale Schwerpunkte ihres Forschungsprofils definiert. Bereits bestehende starke Forschungsfelder werden unter Nutzung vorhandener interner Kompetenzen weiter ausgebaut und neu ausgerichtet. Wesentliche Ziele des Forschungsprofils sind der Ausbau interner Kooperationen, Pflege und Erhalt bestehender externer Kooperationen sowie insbesondere die Erweiterung bestehender Netzwerke durch Gewinnung neuer Kooperationspartner.  Mit dem neuen Forschungsprofilantrag möchte die Fachhochschule Mainz den bereits eingeschlagenen Weg über den Zeitraum von 2013 hinaus weiter ausbauen hinsichtlich Intensivierung der Vernetzung  innerhalb der Hochschule selbst, am Standort Mainz, innerhalb der Mainzer Wissenschaftsallianz und auch hinsichtlich internationaler Zusammenarbeit mit ausländischen Partnerhochschulen.

Einen entscheidenden Beitrag zur Forschungsprofilbildung der Hochschule Mainz hat das Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik (i3mainz) geleistet. Das international anerkannte Institut ist deutschlandweit eines der beiden herausragenden Institute im Bereich der raumbezogenen Informations- und Messtechnik und hat eine dynamische Entwicklung genommen. Es ist das erfolgreichste Institut hinsichtlich öffentlich eingeworbener Drittmittel (BMBF, BMWi, DFG, EU) an der Hochschule Mainz. Derzeit leitet das i3mainz ein, durch die EU gefördertes internationales Projekt zur gezielten Anwendung der raumbezogenen Messtechnik für die Geisteswissenschaften mit Partnern aus 25 Ländern.  Gemeinsam mit den beiden Instituten des Fachbereichs Gestaltung, dem Institut für Mediengestaltung (img) und dem Designlabor Gutenberg, werden einige der Forschungsprojekte medial und gestalterisch anspruchsvoll umgesetzt. Im Zentrum der Forschungsarbeiten dieser beiden Institute stehen die Kommunikation von Gestaltung, multidimensionale Visualisierung sowie zeitbasierte Gestaltungslösungen. Die regelmäßige Auszeichnung mit nationalen und internationalen Designpreisen sprechen für die Qualität der Arbeiten.

Ein weiterer erfolgreicher Forschungsbereich hat sich im Fachgebiet Bauingenieurwesen zur Thematik „Verbundwerkstoffe“ entwickelt, repräsentiert durch das Institute for Innovative Structures (iS-mainz), herausgegangen aus dem ehemaligen Institut für Sandwichtechnik, einem der national führenden Forschungseinrichtungen im Bereich der Sandwichbauweise und derzeit zweitstärkstes Forschungsinstitut der Hochschule Mainz. Durch einige neuberufene Professoren hat sich das iS-mainz strategisch neu aufgestellt und bündelt die Kompetenzen Stahlleichtbau, Baudynamik, Holzbau sowie Werkstoff- und Konstruktionsentwicklung. Es arbeitet zusammen mit dem Architektur-Institut (ai-mainz), dessen Arbeitsinhalte sich auf die Gebiete des Facility Managements, der Projektentwicklung und Projektsteuerung im Baubestand konzentriert sowie künftig auch mit der Fachrichtung Innenarchitektur.
In der Fachrichtung Innenarchitektur haben sich mit der Einrichtung eines der modernsten digitalen Lichtlabore im Juli 2009 sowie mit der Etablierung des Forschungsgebietes „Material als Designimpuls“ neue Kompetenzbereiche in der Materialforschung entwickelt.
Für die Fortschreibung des Forschungsprofils sollen daher diese Kompetenzen in das Handlungsfeld „Verbundwerkstoffe“ integriert werden unter Umbenennung des Forschungsschwerpunktes in „Material und Werkstoffe“.

Im Fachbereich Wirtschaft konzentrieren sich die Inhalte der Arbeiten auf die Entwicklung angewandter Management- oder Controlling-Lösungen für Unternehmen, Non Profit Organisationen oder öffentliche Kommunen. Daneben etabliert sich der Forschungsbereich „Wirtschaftsinformationstechnik“ mit den Schwerpunkten Augmented Reality, IT Strategie und Governance sowie Enterprise Architecture Management.
Darüber hinaus beschäftigt sich das iuh - Institut für unternehmerisches Handeln, mit der ersten fachbereichsübergreifenden Professur für unternehmerisches Handeln in Rheinland-Pfalz, mit Forschungsarbeiten zu Entrepreneurship, insbesondere in der Kunst- und Kreativwirtschaft. In der "Gründungsradar"-Studie 2013 des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft hat die Hochschule Mainz einen Spitzenplatz im bundesweiten Gründungsranking belegt.

Ansprechpartner

Dr. Sabine Hartel-Schenk

Leitung der Stabsstelle Forschung und Technologietransfer
Ausgründungen aus der Wissenschaft
Tel. +49 (0) 6131-628-7325
sabine.hartel-schenk(at)hs-mainz.de

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