Frauen in der Wissenschaft

Förderung von Mädchen und Frauen in Wissenschaft und Beruf

Um Mädchen und Frauen in der immer noch bestehenden Männerdomäne von technischen Berufen und auch insgesamt verstärkt in Führungspositionen zu etablieren, genügen nicht punktuelle Einzelmaßnahmen, sondern es bedarf einer umfassenden und langfristig angelegten Strategie. 
Eine Schlüsselposition kommt dabei den Hochschulen zu, die sowohl den gesamtgesellschaftlichen Bildungsauftrag haben als auch das Bindeglied zwischen schulischem Werdegang und beruflicher Karriere darstellen. 
Die Hochschule Mainz versucht mit den in diesem Kapitel dargestellten Projekten eine Klammer zu bilden und den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs von klein auf bis in die zukünftigen Führungspositionen zu begleiten und zu fördern. 
Alle hier beschriebenen Projekte basieren auf dem gesellschaftlichen Konsens, echte Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen.

Gender Mainstreaming – kurz und bündig

„Gender ist der englischsprachige Begriff für das »soziale Geschlecht« im Gegensatz zum biologischen Geschlecht »sex«. Im Deutschen kennen wir nur das Wort »Geschlecht«.
Gender steht für die gesellschaftlichen Rollen, die Mädchen und Jungen, Frauen und Männern aufgrund ihres Geschlechts zugeordnet werden. »Typisch männlich – typisch weiblich« sind Zuschreibungen, die kulturell variieren und veränderbar sind. 
Mainstreaming leitet sich von Mainstream, der Hauptströmung, ab und bezeichnet den Prozess, Geschlechtergerechtigkeit zum selbstverständlichen Bestandteil des Handelns von Regierungen und Parlamenten, von Verwaltungen und Wirtschaft, Institutionen und Organisationen zu machen.
Gender Mainstreaming verfolgt das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern und der freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit unabhängig vom Geschlecht. Damit verbunden ist die gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen wie Geld, Zeit, Arbeit, Versorgung, Macht.
...
Gender Mainstreaming ist eine Strategie, die besonders auf die Verantwortung der Führungsebene setzt. Gleichzeitig bezieht sie alle Beschäftigten in die Zielerreichung ein, damit die Gleichstellung von Frauen und Männern endlich Realität wird.“

Quelle: http://gender-mainstreaming.rlp.de

Gleichstellungsstrategie

Für wen und warum?

Die Gesellschaft, die Menschen, die Ausbildung, die Freizeit, die Hochschulen wandeln sich… – also wandelt sich auch die Frauenförderung …?!
Was früher in Rheinland Pfalz die Frauenbeauftragten waren, sind heute die Gleichstellungsbeauftragten. Warum heißen sie anders? Hat der Gesetzgeber vorausgesehen, dass die Aufgaben der Frauenförderung einem Wandel unterzogen sind und darauf durch geänderte Begrifflichkeit reagiert? Warum heißen sie heute „Gleichstellungsbeauftragte“ und was ist überhaupt Gleichstellung? 

Gleichstellung im Jahre 2017 bedeutet: 

Keine Nachteile für niemanden – es soll keine Rolle spielen, welches Geschlecht ein Mensch hat – der passende „Modebegriff“ dafür ist das vielzitierte „Gender Mainstreaming“. Folglich bedeutet Gleichstellung auch, dass ihre Ziele nicht nur für Frauen gelten – dies wäre ein Widerspruch in sich – sondern für Frauen und Männer, in diesem Fall für alle Mitglieder unserer Hochschule. 
Durch die ständige innovative Weiterentwicklung der Studieninhalte bieten wir eine zukunftsorientierte Bildung mit guten Berufsperspektiven.

Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten

Eine Übersicht der Aufgaben unserer Gleichstellungsbeauftragten

Mehr lesen

Download