AKUT Anreizsysteme für die kommunale Überflutungsvorsorge

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AKUT Anreizsysteme für die kommunale Überflutungsvorsorge

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Umsetzung eines kommunalen Anreizsystems zur Sicherstellung einer adäquaten Überflutungsvorsorge im Rahmen des integralen Starkregenrisikomanagements. Die vier zentralen Elemente zur Entwicklung des Anreizsystems  - Akteure, Maßnahmen, Anreize und Risiko - und ihre gegenseitigen Abhängigkeiten und Beeinflussungen sind die wesentlichen Inhalte von insgesamt sechs Arbeitspakten.

Arbeitspaket AP1 umfasst die Durchführung einer systematischen und umfangreichen Akteursanalyse. Ziel der Akteursanalyse ist es, bessere Kenntnis der Interessen, Rollen und Einflussbereiche der einzelnen Akteure zu gewinnen und deren wechselseitige Beeinflussungen, Abhängigkeiten und Konflikte zu beschreiben. Parallel dazu erfolgt im Arbeitspaket AP2 eine fundierte Datenakquise und Analyse topografischer, nutzungsbezogener und infrastrukturbezogener kommunaler Daten. Die Ermittlung spezifischer Gefährdungslagen bei urbanen Sturzfluten wird dabei mit geografischen Informationssystemen bzw. detaillierten Kanalnetzmodellen ermittelt und das Zusammenwirken der jeweils betroffenen Akteure analysiert. In diesem Zusammenhang werden im Arbeitspaket AP3 Ziele für den kommunalen Überflutungsschutz aufgestellt und diskutiert sowie handlungs- und steuerungsstrategische Maßnahmen identifiziert, wie diese (ggf. konkurrierenden) Ziele erreicht werden können. Einen wichtigen Schritt stellt dabei die monetäre Bewertung des jeweiligen Schadenspotenzials dar.

Aufbauend auf der Ermittlung von Kosten und Wirkungen der Maßnahmen und dem jeweiligen Schadensminderungspotenzial bzw. den Beiträgen zu den festgelegten Zielen, werden im Arbeitspaket AP4 potentielle materielle und immaterielle Anreizmechanismen und deren Wirkungen untersucht, die die konkrete Umsetzung der Maßnahmen durch die unterschiedlichen Akteure fördern sollen. Die erlangten Erkenntnisse werden im Arbeitspaket AP5 in einem flexiblen situationsabhängigen Optimierungsmodell zusammengefasst, das sowohl die gesetzten Ziele im Überflutungsschutz ermöglichen soll, als auch die optimalen Anreizmechanismen vorschlägt, um die unterschiedlichen Akteure zu einem gemeinschaftlichen Handeln im Sinne einer optimierten Überflutungsvorsorge zu leiten. Dazu werden die Anreizmechanismen aus Sicht der nicht-kooperativen Spieltheorie, der Mechanismus-Design Theorie, untersucht. Im Arbeitspaket AP6 wird das entwickelte Beratungstool über eine georeferenzierte Ergebnisdarstellung direkt an die kommunalen Verwaltungsprogramme angebunden und in den Kommunen an unterschiedlichen Problemlagen umfangreich getestet sowie evaluiert. Die Sicherstellung der praxisbezogenen Anwendbarkeit durch die kommunalen Vertreter und ggf. Behörden sowie der Übertragbarkeit auf weitere Kommunen stellt hierbei ein wesentliches Ziel dar. 

Das entwickelte Beratungstool soll in der Lage sein, für unterschiedliche Kommunen bzw. Gefährdungslagen ein optimales Anreizsystem zur Umsetzung von Vorsorgemaßnahmen zu ermitteln. Zielgruppe zur Anwendung und dauerhaften Integration der Methodik in ihr (politisches) Handeln sind neben kommunalen Entscheidungsträgern im Überflutungsschutz auch Landesministerien zur Vorbereitung von Förderprogrammen zur Überflutungsvorsorge.

Eckdaten

Projektleitung
Prof. Dr.-Ing. Inka Kaufmann Alves
Mirjam Lawens, M. Eng

Laufzeit
2 Jahre

Fördermittelgeber
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit 

Förderprogramm
Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel im Rahmen der „Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ (DAS)

Förderschwerpunkt
Kommunale Leuchtturmvorhaben

Förderkennzeichen
67DAS156A bis D

Projektträger
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

Verbundpartner

               

Unterstützer