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Druckfrisch

Zwei gedruckte Werke - Kinderuni Druckwerkstatt | Foto: Karen Knoll
Kinderuni Druckwerkstatt | Foto: Karen Knoll
Kinderuni Druckwerkstatt | Foto: Karen Knoll
Kinderuni Druckwerkstatt | Foto: Karen Knoll

Mit der Kinderuni in die Hoch- und Tiefdruckwerkstatt

Für Carlotta gibt es kein Zögern, ohne lange Umstände greift sie zum Bleistift und in Windeseile entstehen zwei Hasen mit langen Schlappohren, die sich eng aneinander kuscheln: “Für meine Freundin, denn ihr Hase ist gestern gestorben“,  erklärt sie ihren schnellen Entschluss. Auch Enzo muss nicht lange überlegen, sein Formeleins-Wagen entwirft er genau so schnell, wie es einem Auto dieser Kategorie eben angemessen ist. Der detailreiche Regenwald von Lars braucht da einfach mehr Zeit...

Das zweite Halbjahr der Kinderuni hat mit dem Workshop »Druckfrisch - Hoch & Tief begonnen. Nun sitzen die Kinder um die große Arbeitsfläche in der Hoch- und Tiefdruckwerkstatt der Kommunikationsdesigner und überlegen lebhaft, was sie gleich zeichnen könnten, um es in einen Druck zu verwandeln.

Doch bevor dazu Farbwalzen- und Spachteln zum Einsatz kommen, erzählt Katja Davar, Professorin für Zeichnen, von der Entstehung und Bedeutung des Drucks während die Werkstattleiterin und Künstlerin Veronika Weingärtner anschließend erläutert, warum es überhaupt Hoch- und Tiefdruck heißt und wie ihre Zeichnungen auf die Druckplatten übertragen werden, damit sie durch die Farbe sichtbar werden. Ausführungen, denen die Kinder aus der Geburtsstadt Gutenbergs interessiert folgen und die sie kenntnisreich kommentieren. Drei verschiedene Druckplatten kann jedes Kind nun gestalten und dabei die entsprechenden Drucktechniken praktisch kennenlernen. Leise kratzen die Kaltnadeln in die Folien und Charbonnel Platten, wird mit Spachtel, Gaze und Papier vorsichtig schwarze Farbe in die Rillen gerieben, färbt ein kräftiges Blau die Schlange von Phoebe ein. Und immer wieder drehen die Kinder am Rad der Druckmaschine und lassen mit jeder Umdrehung die 200 Kilo schwere Walze ihre Werke vollenden. Nach drei Stunden sind alle Druckplatten aufgebracht und Fische mit glänzenden Schuppen, Hasen, einsame Igel, strahlende Sonnen, Schlangen und schnelle Autos verlassen mit ihren jungen Künstlerinnen und Künstlern die Druckwerkstatt.