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Zusammenarbeit im Datenschutz

Prof. Dr. Gerhard Muth, Präsident der Hochschule Mainz (links), und Prof. Dr. Klaus Becker, Präsident der TH Bingen, bei der Vertragsunterzeichnung. Im Hintergrund Dr. Valérie Schüller, Kanzlerin der Hochschule Mainz, mit ihrem Kollegen Dr. Ulrich Müller, Kanzler der TH Bingen. | Foto: Judith Wallerius

Hochschulen Mainz und Bingen kooperieren

Die Technische Hochschule (TH) Bingen und die Hochschule Mainz werden beim Datenschutz künftig enger zusammenarbeiten. Ein erster Kooperationsvertrag wurde von den Präsidenten der Hochschulen am 11. Juni unterzeichnet. Darin vereinbaren die Einrichtungen unter anderem, dass sie in Kürze eine gemeinsame Stelle zur Koordinierung des Datenschutzes besetzen. Sie wird von beiden Hochschulen finanziert und an der TH Bingen angesiedelt sein.

Hintergrund ist, dass sich die rechtliche Situation auch für Hochschulen spürbar verändert hat: Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung wirkt sich seit dem 25. Mai aus und ein neues Landesdatenschutzgesetz wurde verabschiedet. „Der Datenschutz war von jeher an unseren Hochschulen sehr hoch aufgehängt“, so der Kanzler der TH Bingen, Dr. Ulrich Müller. „Um nun auch den neuen Anforderungen gerecht zu werden, werden wir das Personal auf diesem Gebiet verstärken. Die Zusammenarbeit bietet sich im Datenschutz besonders an, da wir klare rechtliche Vorgaben haben, die für alle Hochschulen gleich sind.“

Dies ist nicht die erste Zusammenarbeit, denn die Hochschulen kooperieren bereits in anderen Bereichen der Verwaltung, wie zum Beispiel beim Campus-Management. „Diese Kooperation ist für uns die Fortführung einer seit langem stattfindenden, vertrauensvollen Zusammenarbeit der beiden Hochschulen“, betont auch die Kanzlerin der Hochschule Mainz, Dr. Valérie Schüller. „Wir freuen uns darauf, die Zusammenarbeit noch weiter auszubauen und in Zukunft Synergieeffekte auch auf anderen Feldern erzielen zu können.“ Weitere Gespräche seien geplant, lassen die Hochschulleitungen verlauten. Als mögliche Felder der Zusammenarbeit nennen sie beispielsweise weitere Bereiche der Verwaltung und die Forschung.

Mit dieser Übereinkunft  erfüllen die Hochschulen auch eine der Empfehlungen aus dem Hochschulzukunftsprogramm des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministeriums. Dieses nennt als zentralen Punkt, noch stärker auf Kooperationen zu setzen, „wo immer sie möglich und sinnvoll“ seien. Die Hochschulen Mainz und Bingen haben damit einen weiteren Schritt in diese Richtung gemacht.