Projekttag Wirtschaftsinformatik und Medien

Der Projekttag Wirtschaftsinformatik und Medien ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Lehrplans am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Mainz, auf dem ausgewählte studentische Projektarbeiten vorgestellt werden. Die Studierenden sollen lernen, sich mit spezifischen IT-Themenstellungen auseinanderzusetzen und ihre Projektergebnisse in Teams zu präsentieren. 

Hochschule Mainz – Ort der Ideen

„Für das Team freue ich mich sehr über den Preis. Die  Studierenden haben tolle Arbeit geleistet und wir werden weiter an unserem Projekt der ‚111 Orte App’ arbeiten“. Stefanie Jung, Autorin des Buches „111 Orte in Mainz, die man gesehen haben muss“ zeigt sich sichtlich bewegt. Die von Studenten entwickelte App zu ihrem Buch hat eben den Innovationspreis der IHK Reinhessen beim Projekttag Wirtschaftsinformatik und Medien in der Aula der Hochschule Mainz gewonnen. Per Live-Abstimmung mittels eines QR-Codes wurde das Team von zehn Studierenden des Bachelors „Medien, IT und Management“ (Marleen Ackermann, Monique Fonfara-Weinberg, Steffanie Glöckner, Andreas Kalla, Alexander Kaiser, Christopher Kern, Melanie Petry, Simon Schmitt, Daniel Smint und Alexander Mümpfer) zum Sieger gekürt.

Die Hochschule Mainz zeigte sich beim Projekttag am 6. Oktober als Ort der Ideen. Insgesamt neun studentische Präsentationen standen für das anwesende Publikum aus Professoren, Studenten der Wirtschaftsinformatikstudiengänge und Gästen aus der Wirtschaft an diesem Mittag zur Wahl. Je drei Teams kämpften um die jeweils mit 500 Euro dotierten Preise in den Kategorien Medien-Preis (gesponsert durch die Stadt Mainz), Innovationspreis (gesponsert durch die IHK Rheinhessen) und IT-Preis (gesponsert durch den IT Klub Mainz und Rheinhessen e.V.).
Neben den Prämierten waren noch zwei andere Studierenden-Gruppen für den begehrten Innovations-Preis der IHK Rheinhessen im Vorfeld durch die verantwortlichen Dozenten nominiert worden. Die „Plattform für automatisierten Gewässerschutz“ und das Projektteam „Internet of Things in the area of Retail“ belegten die Plätze hinter eben jener Idee, aus dem Kursthema „Geo-Datenbanken“ eine App für das vielen Ortsansässigen bekannte Buch „111 Orte in Mainz“ zu entwickeln. Vielleicht half es auch ein bisschen, dass die Autorin Stefanie Jung im Publikum saß und kräftig die Daumen drückte. „Dass die Hochschule Mainz jährlich durch den Praxisprojekttag Studenten die Möglichkeit bietet, wirklich zu zeigen was sie geleistet haben, und Schweiß, Kreativität und Durchhaltevermögen weit ab der eigentlichen Bewertung zu wertschätzen. Das finde ich richtig toll“ hob Alexander Kaiser die Bedeutung des Preises für ihn und sein Team hervor.

Und auch die Laudatorin, Lisa Haus, Abteilungsleiterin der IHK Rheinhessen war sichtlich angetan. Dass die Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen großes Interesse an gut ausgestatteten und leistungsfähigen Hochschulen hat, betonte sie in ihrer Rede „Die rheinhessischen Unternehmen agieren auf Märkten, die sich immer schneller verändern. Am Standort Rheinhessen wird deutlich über die Hälfte des Umsatzes im Export erwirtschaftet wird und jeder dritte Arbeitsplatz ist vom Außenhandel abhängig. Deshalb müssen die Unternehmen neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die auf dem nationalen wie auf den internationalen Märkten wettbewerbsfähig sind. Um innovativ denkende Menschen zu fördern, haben wir den Innovationspreis der IHK für Rheinhessen´ gestiftet.“

Gersi Gega, Abteilungsleiter Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mainz überreichte den Medien-Preis der Landeshauptstadt Mainz an Lucas Kurz, Constantin Lotz und Christopher Schnee für ihr Projekt „Ordertainment – das interaktive Restaurant“. Mithilfe einer App wollen die drei jeden Restaurantbesuch von der Reservierung bis hin zu passender Musik und Beleuchtung optimieren. Auch Gega hebt die Bedeutung des Preises für die Stadt in seiner Rede hervor: „Der Projekttag der Hochschule Mainz schafft eine Plattform, auf der Wissenschaft und Wirtschaft zusammenkommen und hervorragende Ergebnisse resultieren.  Wir als Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Mainz setzten genau hier einen Schwerpunkt und fördern gerne den Projekttag der Hochschule Mainz.“

Der IT-Preis des IT Klubs Mainz und Rheinhessen ging an Martin Sturm und Mareicke Schmitz, die mit ihrem Geschäftsmodell „Kvarta“ ein neues Shoppingkonzept für den Laden um die Ecke präsentierten. Sturm, der alleine auf der Bühne stand, legte eine äußerst professionelle Performance hin, die bei den Zuschauern sehr gut ankam: „kvarta zielt darauf ab, lokale Einzelhändler aus verschiedenen Vertriebsbereichen (Schuhe, Elektronik, Feinkost, Einrichtung, etc.) bei der Digitalisierung ihres Angebots zu unterstützen und Kunden dadurch auf eine neue Weise zu erreichen. Das digitalisierte Angebot wird Privatkunden in Form einer App und Website zur Verfügung gestellt und ermöglicht es ihnen, sich bequem von zu Hause aus umzuschauen, was sie in der näheren Umgebung kaufen können. Privatkunden können sich Profile und Wunschlisten erstellen, diese mit Freunden und Familienmitgliedern teilen und so von jederzeit abrufbaren Geschenkideen profitieren.“ Oliver Kemmann als Vorstand des IT Klubs Mainz und Rheinhessen übergab den Preis. „Für uns als IT-Branchennetzwerk ist die Nachwuchsförderung eine zentrale Aufgabe. Deshalb schätzen wir die Hochschule Mainz als wichtigen Partner und als Ort der Ideen“.

Am Abend gingen die Anwesenden mit vielen Ideen und neuen Anregungen aus der Veranstaltung. Nicht zuletzt um das Wissen reicher, welchen Unterschied akademischer und frenetischer Applaus ausmacht. Denn letzteren hatten sich die Teilnehmer mehr als verdient. Da waren sich der Moderator Prof. Dr. Jens Reinhardt und alle anderen am heutigen Tag sicher.