Druckwerkstatt

Hoch- und Tiefdruck­werkstatt

In der Hoch- und Tiefdruckwerkstatt können Sie verschiedene druckgrafische Verfahren erlernen. Auch das ist es, was das Studium an unserer Hochschule so einzigartig macht: die vielfältigen praktischen Möglichkeiten.  

Hochdruck

Beim Hochdruck sind die zu druckenden Teile erhaben. Mit Hilfe von verschiedenen Werkzeugen wie Hohleisen, Stichel oder Messern werden die nicht druckenden Teile heraus geschnitten. Die erhöhten Teile werden mit Farbe eingewalzt und geben die Farbe auf Papier oder Stoff ab. Beispiele hierfür sind Holzschnitt, Linolschnitt oder Puzzledruck.

Tiefdruck

Beim Tiefdruck sind die zu druckenden Teile vertieft. Die Vertiefungen geben nach dem Einfärben das Bild an das Papier ab. Die Platten sind aus Zink, Kupfer oder Kunststoff. Mit der Radiernadel oder ähnlichen Werkzeugen werden manuell Linien, Schraffuren oder andere Vertiefungen aus der Platte herausgearbeitet. Es kann auch mit einem Ätzverfahren gearbeitet werden, in dem die tiefen Stellen beziehungsweise Linien herausgeätzt werden. Das heißt, die zu druckenden Teile können mechanisch oder manuell entstehen. Verschiedene Verfahren sind Kaltnadelradierung, Ätzradierung, Aqua Tinta, Vernis Mou, Zuckertusche oder Fotobelichtung der Radierplatten.

Flachdruck

Zum Flachdruck zählen alle Verfahren, bei denen die zu druckenden Teile weder erhaben, noch vertieft sind. Das Verfahren beruht auf dem Prinzip des gegenseitigen Abstoßens von ölhaltiger Farbe und Wasser. Nach dem Bezeichnen oder Bemalen der Platte mit ölhaltiger Farbe wird die Platte leicht angeätzt. Nun sind die unbezeichneten Flächen wasserfreundlich und die bezeichneten wasserabweisend. Diese nehmen die Farbe an und geben sie beim Drucken an das Papier ab. Zu den Tiefdruckverfahren zählen Alugrafie beziehungsweise Algrafie, Fotobelichtung der Alugrafieplatten sowie Monotypie.

In der Werkstatt können Sie außerdem frei mit allen Verfahren experimentieren und die verschiedenen Techniken auch untereinander mischen. Experimente mit Cyanografie oder Blaudruck sind ebenfalls möglich.

Öffnungszeiten

Mo und Di 8:30 – 16:30 Uhr

Mi 13:00 – 16:30 Uhr

Do. laut Aushang mit Betreuung durch die Tutorin

Von Montag bis Mittwoch können Sie in der Werkstatt frei arbeiten. Auf Anfrage werden Ihnen Kurse zu bestimmten Techniken angeboten. Drei bis fünf Personen pro Gruppe sind optimal.

Anschrift

Raum H0.03 
Hochschule Mainz
Holzstraße 36
55116 Mainz