Jornadas binacionales in Rafaela

Im Oktober 2018 veranstaltete die UCES in Rafaela (Provinz Santa Fé) die zweiten „jornadas binacionales“. Gemeinsam mit 15 argentinischen und vier deutschen Studierenden des Masterstudiengangs Maestría Argentino-Alemana (MA.AA) organisierten die Studiengangleiter Javier Sandrone und Ulrich Schüle Firmenbesuche und ein Seminar über den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Der erste Tag war von Besuchen bei verschiedenen Firmen Rafaelas geprägt. So ermöglichten der amerikanische Sprengstoff-Hersteller Austin Powders, der deutsche Automobilteile-Produzent Mahle und der argentinische Software-Dienstleister Kinexo einen umfassenden Einblick in die Vielfalt der Industrielandschaft der Stadt. Am Nachmittag stand der Besuch der Export- und Handelskammer auf dem Programm:  sowohl der Leiter der Kammer als auch drei international tätige Unternehmen berichteten über Exportaktivitäten der Region. In diesem Rahmen präsentierten das in Argentinien tätige deutsche Unternehmen ZF Sachs, der argentinische Milchproduzent Williner und das Kleinunternehmen Kual ihre Erfahrungen. Im Anschluss besuchte die Gruppe die Abteilung für internationale Zusammenarbeit, Innovation und Entwicklung der Stadt Rafaela. Es war beeindruckend, wie sehr auch die öffentliche Verwaltung dieser im Landesinneren, weit weg von See- und Flughäfen liegenden Stadt sich für die Exportaktivitäten ihrer Unternehmen engagiert. 

Am Samstag lag der Schwerpunkt des Seminars auf der wirtschaftlichen und politischen Situation Deutschlands und Europas. Die deutschen Studentinnen gestalteten den Vormittag mit Vorträgen und Diskussionen über im deutschen Wirtschaftsraum relevante Themen, wie zum Beispiel die Mitbestimmung durch Betriebs- und Aufsichtsräte, das Bildungssystem und der demografische Wandel in Deutschland. Nach der Mittagspause lud Prof. Dr. Ulrich Schüle, Leiter des deutsch-argentinischen Studiengangs an der Hochschule Mainz, zum Gespräch über die Entwicklung und Probleme der Ökonomie Europas ein.

Abgerundet wurde das akademische Programm durch ein gemeinsames und mit viel Engagement von den argentinischen Studenten organisiertes Asado – mit leckerem Fleisch, empanadas und phantastischem argentinischem Rotwein. Sowohl die argentinischen als auch die deutschen Studenten betonten, wie sehr ihnen gefiel, während dieser zwei intensiven Tage Wissenswertes über die jeweils andere Kultur und Wirtschaft mitnehmen und sich persönlich und privat austauschen zu können.

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