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In­ter­na­tio­nale Exkursionen

Im berufsintegrierenden Master Management ist im 3. Semester eine Exkursion vorgesehen. Die Studierenden verbringen dabei in der Regel eine Woche in einer ausländischen Stadt, meist außerhalb Europas, um die fremde Kultur und die Wirtschaft in einem anderen Kulturkreis näher kennen zu lernen. Auf dem Programm der Exkursion stehen verschiedene Termine bei in- und ausländischen Unternehmen und Organisationen. Nahezu obligatorisch stehen Termine bei der Deutschen Botschaft und der Handelskammer auf dem Plan, die den Exkursionsgruppen einen guten Überblick über die politischen und wirtschaftlichen Besonderheiten des Landes geben. Die verschiedenen Unternehmenstermine vertiefen den Blick auf die wirtschaftlichen Gegebenheiten und die Kultur des Landes. Für die Unternehmenstermine bieten sich lokale Unternehmen, aber auch Niederlassungen deutscher oder internationaler Unternehmen an.  Das Programm wird ergänzt durch Vorträge von öffentlichen Institutionen (zum Beispiel GIZ), Vorträge an Partnerhochschulen oder Gespräche mit Expatriates. Nachfolgend sehen Sie beispielhaft den Wochenplan einiger internationaler Exkursionen des Studiengangs.

Toronto: „Multiculturalism is our identity – diversity is our beauty“

Mit diesem Slogan wird Toronto, das Ziel der Exkursion des berufsintegrierenden Masterstudiengangs Management, oft beschrieben. Toronto hat sich aufgrund einer hohen Einwanderungsrate zu einer Weltstadt mit 3 Millionen Einwohnern entwickelt, die in der Vielfalt ein wichtiges Element des Zusammenlebens sieht.

Nach zwei Jahren Corona konnten wir zum ersten Mal wieder eine Exkursion in ein anderes Land durchführen, um intensiv vor Ort neue Eindrücke zu erhalten und Verständnis für eine andere Kultur sowie einen anderen Wirtschaftsraum zu entwickeln. An der Exkursion haben 28 Studierende und zwei Professoren, Prof. Dr. Herbert Paul und Prof. Dr. Christian Au, teilgenommen. Dies war die größte Gruppe seit Bestehen des Studiengangs. Toronto wurde wegen seiner hohen Bedeutung als Wirtschafts- und Finanzzentrum für Kanada ausgewählt.

Nach den eindrucksvollen Niagara-Fällen besuchten wir das Weingut Reif Estate Winery. In der Nähe der Fälle liegt ein großes Weinbaugebiet, das sich erst in den letzten Jahrzehnten entwickelte. Der President & CEO Klaus Reif, ursprünglich aus der Pfalz kommend. wanderte nach dem Abschluss eines Weinbaustudiums nach Kanada aus und übernahm dort das Weingut seines Onkels. Klaus Reif schilderte sehr interessant und offen die Entwicklung des Weinguts und der Weinbranche in dieser Gegend. Das europäische Wissen über Weine, vermittelt durch Herrn Reif und weitere Kollegen, hat den Weingeschmack und die Weinvorlieben der Kanadier verändert und wesentlich geprägt. Den Abschluss bildeten eine Betriebsführung und eine Weinprobe.

Dienstags gab der Attaché für Kultur, Presse und Wirtschaft des Deutschen Generalkonsulats in Toronto einen interessanten ersten Überblick über Kanada, seine Entwicklung und die besonderen Herausforderungen des Landes. Im Anschluss lernten wir die Strukturen und Aktivitäten der Außenhandelskammer sowie von German Trade and Invest kennen. Diskutiert wurden vor allem wirtschaftliche Themen. Im Anschluss präsentierte ein Vertreter der AHK Montreal die deutsch-kanadische Energiepartnerschaft und berichtete von der zwei Wochen zuvor stattgefundenen Reise des Bundeskanzlers und des Wirtschaftsministers nach Kanada. Der Fokus lag auf der Wasserstoffproduktion, für die Kanada eine zentrale Rolle spielen soll.

Am nächsten Tag stellte die Führungsmannschaft der SAP Labs in Waterloo die Unternehmensaktivitäten in Kanada und in Waterloo vor. Diskussionsschwerpunkte waren vor allem die internationale Teamarbeit und das Lernen in einem großen, globalen Konzern. Danach folgte ein Besuch bei der BASF. President & CEO sowie CFO präsentierten die BASF in Kanada sowie die speziellen Herausforderungen des Unternehmens. Energiepolitische und Nachhaltigkeitsthemen wurden intensiv diskutiert.

Donnerstags besuchten wir Siemens Energy. Der Managing Director (traditionelles Energiegeschäft) und der Sales Services Director (Gamesa, Windenergie) lieferten im Wechsel eine interessante Darstellung der unterschiedlichen Geschäftsaktivitäten. Nachmittags informierte uns Alan Abuchaibe (eingewandert aus Venezuela) über die Geschichte von Kanada und legte einen Schwerpunkt auf die Migrationspolitik. Die anschließende Diskussion führte zu interessanten Einsichten, vor allen Dingen im Vergleich der kanadischen mit der deutschen Immigrationspolitik.

 

Am letzten Tag präsentierte das Centre of Excellence in Mining Innovation Aufgaben, Struktur und Arbeitsgebiete. Der Bergbau zählt zu den wichtigsten Industrien in Kanada. Interessant war das vom Centre gestartete Akzelerator-Programm.

Den Abschluss der Exkursion bildete der Besuch bei einem der größten Unternehmen im Gold-Bergbau. Barrick Gold Corporation hatte 2021 einen Umsatz von 12 Mrd. $ und 40.000 Mitarbeitende. Das Unternehmen betreibt überwiegend Gold- aber auch Kupferminen in Nord- und Südamerika, Afrika und in Asien. Der CEO selbst nahm sich fast zwei Stunden Zeit, um den Goldmarkt, die Entwicklung des Unternehmens und verschiedene Minenprojekte vorzustellen und mit den Studierenden zu diskutieren. Das war sicher ein sehr eindrucksvolles Highlight der Exkursion nach Toronto.

Die Woche in Kanada ermöglichte es Studierenden als auch Professoren die Arbeitskultur, aber auch das tägliche Leben in Kanada zu erleben. Kanada ist insbesondere aufgrund seiner kulturellen Diversität ein sehr interessantes Land mit vielen unterschiedlichen Facetten. Trotz vieler Gemeinsamkeiten mit Europa und den USA wäre es zu einfach, Kanada als eine Mischung dieser Länder zu verstehen. Das Land stellt vielmehr das dar, was die Kanadier aus den Einflüssen der europäischen, der amerikanischen sowie anderen Kulturen im Laufe der Zeit entwickelt haben.

Für die Studenten war diese Exkursion ein absolutes Highlight ihres Studiums, und sie werden sich sicherlich noch lange daran zurückerinnern.

 

„Für mich hat die Exkursion das verkörpert, was den Studiengang Management ausmacht, kombiniert mit internationalen Aspekten, die während des Studiums immer wieder betont werden. Während der Exkursion konnten wir eine neue Kultur kennenlernen und bei den Unternehmensbesuchen hautnah Management in Kanada erleben.

Besonders beeindruckend war die Geschichte des Weinguts Reif und wie deutsche Winzerkunst kombiniert mit kanadischem Einfluss dafür gesorgt hat, dass sich das Weinerlebnis der Kanadier zum heutigen Standard weiterentwickelt.  Darüber zeigte der Vortrag eines Migranten, der heute stolzer Kanadier ist, eindrucksvoll auf, wie Migration funktionieren kann und dass es für alle Kulturen, Ethnien und Religionen möglich ist, zusammen in einer Gemeinschaft zu leben. Das haben die Kanadier während der letzten 20 Jahre erfolgreich geschafft.

Die Exkursion hat in vielen Aspekten meinen Horizont erweitert, und ich bin mir sicher, dass sie eine Erinnerung bleiben wird, die ich noch lange im Kopf behalten werde.“


„Vor der Durchführung der internationalen Exkursion hatte ich Bedenken und Vorbehalte, was die Sinnhaftigkeit dieses Moduls im Rahmen des Studiums ebenso wie das Verhältnis von Einsatz und Nutzen (Kosten für eine 5-tägige Reise nach Kanada im Rahmen eines Studienmoduls mit 3 ECTS-Punkten) angeht. Rückblickend sehe ich auf eine großartige Erfahrung zurück.

Die Auswahl der Dozierenden war phänomenal (mehrere CEOs sehr namhafter Unternehmen hielten Vorträge). Die dazugehörigen organisatorischen Regelungen, wie z.B. die Räumlichkeiten (und hier insbesondere das Ontario Investment and Trade Centre im 35. Stock für vier Veranstaltungen) waren herausragend!“

 

„Wenn ich an die Zeit in Toronto denke, fange ich an zu lächeln und bei Erzählungen kann jeder die Begeisterung in meiner Stimme hören. Die Studienreise war ein einmaliges, unvergessliches Erlebnis, sowohl beruflich als auch privat. Wir hatten die Möglichkeit interessante Einblicke in tolle Unternehmen zu bekommen und die Arbeits- und Alltagskultur in Toronto kennenzulernen. Neben Besuchen von Unternehmen mit deutschen Wurzeln wie SAP, BASF und Siemens, war vor allem Barrick Gold Corporation (ein führendes Unternehmen im Goldbergbau) mit dem Vortrag des CEOs ein absolutes Highlight.

Auch privat gibt es wenig Worte, die die Zeit in Toronto treffend beschreiben. Obwohl wir uns alle durch Online-Vorlesungen während der Corona Pandemie bisher kaum kannten, hat sich eine tolle Gruppenatmosphäre und -dynamik gebildet, und wir haben gemeinsam und in Kleingruppen viel erlebt. Zusammen standen wir im Regen auf dem Boot vor den Niagarafällen, haben die Football-Mannschaft der Varsity Blues lautstark angefeuert und in einer tollen kanadischen Stadt mit amerikanischem Großstadt-Feeling viele lustige und schöne Abende verbracht. Wir haben uns gemeinsam von dem Sonnenuntergang über der Stadt auf dem CN Tower verzaubern lassen, waren im schön beleuchteten Distillery District lecker essen und haben von Toronto Island aus beobachtet, wie die Sonne hinter der Skyline untergeht und die Stadt in die Nacht taucht.“

 

 

 

Exkursionsplan

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Programmübersichten weiterer internationaler Exkursionen

Online-Exkursion – Einmal Rundum die Welt 2022

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Buenos Aires 2020

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Panama City 2019

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Weitere Exkursionen

  • Manila 2016
  • Ho-Chi-Minh-City 2015
  • Yangon 2014
  • Bangkok 2013

Ziel, Organisation und Ablauf der Exkursion

Viele Unternehmen sind nicht nur regional, sondern zunehmend international tätig. Um auf diese Anforderungen vorbereitet zu sein, sollten Studierende noch vor Abschluss des Hochschulstudiums ihre interkulturellen Kompetenzen stärken.  

Die Exkursion findet in jedem Sommersemester statt und wird in der Regel als Blockwoche vor Beginn der Vorlesungen (im Sommersemester Anfang bis Mitte März) angeboten.  angeboten. Das Reiseziel wird von der Studiengangsleitung festgelegt.  Die Hochschule arbeitet mit einem erfahrenen Reisebüro zusammen, das Zimmerkontingente in einem Hotel der jeweiligen Stadt reserviert. Studierende und Lehrende müssen in der Exkursionswoche im selben Hotel übernachten. Die Hin- und Rückflüge können von den Studierenden selbst oder auch über das mit der Hochschule kooperierenden Reisebüro gebucht werden. Die Kosten für die Exkursion tragen die Studierenden selbst.

In der Regel beginnt die Exkursionswoche offiziell bereits sonntagnachmittags oder sonntagabends. Die Reisegruppe trifft sich dann im gemeinsamen Hotel. Die mitreisenden Professorinnen und Professoren erläutern die genaue Vorgehensweise während der Unternehmenstermine und klären abschließend, welche Studienleistung erbracht werden muss. Die Exkursion endet offiziell nach dem letzten Unternehmenstermin, also meist freitagnachmittags oder freitagabends.

Unternehmensexkursionen

Im September 2017 besuchte das 2. Semester im Rahmen des Moduls Corporate Finance unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Hehn die Deutsche Börse in Frankfurt. Der Vortrag beschäftigte sich mit der Historie der Frankfurter Wertpapierbörse, den handelbaren Produkten, der Listing-Indexwelt, den Handelssystemen Xetra und Parkett und der Gruppe Deutsche Börse.

 

Im Sommersemester 2017 hatte Frau Benzing (HR-Managerin im Geschäftsbereich Electronics und Alumna des Fachbereichs Wirtschaft der Hochschule Mainz) einen Besuch der Studierenden des berufsintegrierenden Masterstudiengangs Management bei der Heraeus Holding GmbH in Hanau organisiert. Nach einem Überblick über die Aktivitäten der Heraeus Gruppe präsentierte Frau Benzing die Organizational-Excellence-Strategie für den Geschäftsbereich Electronics. Eine Führung durch das Application Center für Electronics rundete den Besuch ab.

 

Die Masterstudierenden hatten im Sommersemester 2017 Gelegenheit, die Löwen Entertainment GmbH in Bingen zu besuchen. Die Exkursion begann mit einer Vorstellung des Unternehmens und einem Vortrag zu seiner Marketingstrategie. Dazu wurden insbesondere komplexe regulatorische Zusammenhänge der Spieleindustrie vorgestellt. Anschließend folgte eine Betriebsbesichtigung.

 

Im Wintersemester 2016/17 besuchten die Studierenden im Rahmen des Moduls Integrative Informationssysteme & Competitive Intelligence auf Einladung von Herrn Oswald (Vorstandsmitglied der SAP AG und ehemaliger Absolvent der Hochschule Mainz) die SAP AG in Walldorf. Zielsetzung war die Präsentation des Digital Board Room, ein Entscheiderportal, das mit Business Intelligence Lösungen und Ad-hoc-Analysen in Echtzeit dem Top Management kompetente Entscheidungen ermöglicht. Im Anschluss an die Präsentation wurde rege über die Vor- und Nachteile dieses Systems diskutiert.

 

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Human Resource Management und Führungskompetenz“ bei Prof. Dr. Norbert Rohleder besuchten die Studierenden die Unternehmenszentrale von Boehringer Ingelheim. Christjan Knudsen, Head of Corporate Department Human Resources Bio/Ops/HR, und seine Kollegen gaben den Studierenden Einblicke in die Themen Expat-Management, Talent Management und Employer Branding/Recruiting von Boehringer Ingelheim und stellten sich den Fragen der Studierenden.

 

Michael Anslinger, Vorstand Finanzen und Controlling der DB Schenker Rail Deutschland AG, lud Ende Mai im Rahmen der Vorlesung „Strategisches Management“ von Herrn Prof. Dr. Paul die Studierenden des 3. Semesters des berufsbegleitenden Master Management Studiengangs zum Praxisdialog ein. In seinem Vortrag gab Michael Anslinger interessante Einblicke in das komplexe Tagesgeschäft des europaweit führenden Transport- und Logistikdienstleisters im Schienengüterverkehr.

 

Herr Prof. Dr. Ungeheuer, Vorstandsvorsitzender der SCHOTT AG bot den Studierenden des Master-Studiengangs Management einen spannenden Einblick in die Produktpalette von SCHOTT. Anschließend diskutierten Herr Prof. Ungeheuer und Herr Langer, Vice President Corporate Personnel Services, mit den Studierenden in lockerer Atmosphäre Fragen zum Strategischen Management und der Personalentwicklung.

 

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