07.11.16

Ein Plädoyer für die Open Source Initiative

Kategorie: News

Von:Nicole Bruhn

Christian Mayer bei einem Glas Wein nach dem Geodätischen Kolloquium

Zum ersten geodätischen Kolloquium des Wintersemesters war am 20. Oktober 2016 der Alumnus der Hochschule Mainz, Christian Mayer, zu Gast in der Geoinformatik und Vermessung. Sein Thema: „Das OOO-Modell. Open Source - Open Data - Open Access. Wie GIS im Jahre 2016 funktionieren kann“, ein flammendes Plädoyer für die Open Source Initiative. Mayer, der sich selbst als Open Source Enthusiast bezeichnet, gründete 2015 „meggsimum“, ein auf Softwarekonzepte und -entwicklung sowie Geoinformationssysteme (GIS) und Geodateninfrastrukturen spezialisiertes Geoinformatikbüro in der Pfalz.

Angefangen bei Tim Berners-Lee, dem Erfinder des World Wide Web, der durch die freie Weitergabe und Offenlegung seiner Arbeit maßgeblich zum Erfolg des WWW beitrug, führte er seine Zuhörer in die unterschiedlichen Facetten der Open Source Software (OSS) ein. Sein Fazit: „Als weltweit verfügbare, quelloffene GIS “Toolbox” bietet OSS eine solide, nachhaltige Software-Basis für Geodateninfrastrukturen und GIS-Anwendungen aller Art.“ Den zweiten Teil seines Vortrags leitete Mayer mit einem Zitat des Mitbegründers der Open Source Geospatial Foundation (OSGeo), Arnulf Christl, ein: “Software comes and goes. Mind the Data!” Hier sprach er über Bedeutung und Herkunft von Geodaten, Vor- und Nachteile von OpenStreetMap und über den Wert offener Geodaten aus staatlichen Quellen und einer dadurch ermöglichten Open Data Politik.

Schließlich ging Mayer auf die Open Access-Bewegung ein und erläuterte, worauf bei Open Data zu achten ist. Fazit: Einfaches “online Stellen” der Daten reicht nicht aus. Es muss stets auf deren Auffindbarkeit, einen nutzerfreundlichen Zugang, die Verwendung von Standard-Formaten sowie die Maschinenlesbarkeit und Aktualisierung der Daten geachtet werden. Dies unterlegte er mit einigen eindrucksvollen Beispielen aus der Praxis, etwas aus Dresden: Die sächsische Landeshauptstadt veröffentlicht Zahlen über freie Parkplätze in der ganzen Stadt, welche jedoch nicht maschinenlesbar sind. Also haben sich einige Entwickler im OK Lab Dresden daran gemacht, einen offenen, maschinenlesbaren Zugang (API) zu bauen. Weitere Beispiele aus München oder der Schweiz zeigen, was möglich ist. Mayers Meinung dazu: „Open Source GIS und Open Geo-Data sind ein unschlagbares Team!“


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