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Beruflich Qualifizierte

An rheinland-pfälzischen Hochschulen können beruflich qualifizierte Personen ohne Abitur oder Fachhochschulreife unter bestimmten Voraussetzungen studieren.

Über die Neuregelungen des Hochschulgesetzes (im Jahr 2010) in Verbindung mit der Landesverordnung über die unmittelbare Hochschulzugangsberechtigung beruflich qualifizierter Personen (vom 9. Dezember 2010) wurden die Zugangsmöglichkeiten für beruflich qualifizierte Personen zum Hochschulstudium deutlich vereinfacht und erweitert.

  • Personen, die eine Meisterprüfung oder eine vergleichbare berufliche Fortbildungsprüfung abgelegt haben, erhalten mit dieser Qualifikation die unmittelbare Hochschulzugangsberechtigung für das Studium an rheinland-pfälzischen Fachhochschulen und Universitäten.
  • Personen, die eine berufliche Ausbildung mit qualifiziertem Ergebnis abgeschlossen haben und danach eine mindestens zweijährige berufliche oder vergleichbare Tätigkeit ausgeübt haben, erhalten eine unmittelbare Hochschulzugangsberechtigung für das Studium aller Fächer an rheinland-pfälzischen Hochschulen und Fachhochschulen und eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung an Universitäten. Ein qualifiziertes Ergebnis bedingt, dass der Ausbildungsabschluss mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,5 oder besser erworben sein muss.  Bei einer Berufsausbildung nach dem Berufsausbildungsgesetz oder der Handwerksordnung ist der Gesamtnotendurchschnitt aus den Noten der Berufsausbildungsabschlussprüfung und dem Abschlusszeugnis der Berufsschule zu bilden. Fragen hinsichtlich der Ermittlung der Gesamtnote sowohl der Berufsausbildungsabschlussprüfung vor der Kammer als auch der Berufsschule können jederzeit direkt an das Studierendenbüro über zulassung (at) hs-mainz.de gerichtet werden. Hinweis: Die Zeugnisse der Kammern weisen in der Regel eine Gesamtnote im sechsstufigen Notensysten (sehr gut, gut, befriedigend...) und die Ergebnisse der Teilprüfungen mit Punktewerten (0-100) aus. Sofern in den Zeugnissen eine Gesamtnote aufgeführt ist, wird diese grundsätzlich herangezogen mit den Zahlenwerten 1,0;2,0;3,0... In Einzelfällen mag es für die Bewerbenden jedoch günstiger sein, wenn die Gesamtnote aus den Punktewerten der Teilergebnisse nachkalkuliert wird. Eine solche Nachberechnung wird aber nicht von der Hochschule vorgenommen werden. Hier bleibt es den Bewerbenden unbenommen, sich durch die jeweils zuständige Kammer bescheinigen zu lassen, welcher Dezimalnote ihr Zeugnis entspricht. Bei Vorlage einer solchen Bescheinigung wird die Hochschule diese Dezimalnote der Bewertung zu Grunde legen.
  • Für diejenigen, die eine sogenannte Externenprüfung im Sinne des § 45 Abs. 2 BBiG abgelegt haben, entfällt das Erfordernis einer mindestens zweijährigen beruflichen oder vergleichbaren Tätigkeit nach Ausbildungsabschluss als Zugangsvoraussetzung. Dies allerdings nur dann, wenn entsprechende Zeiten beruflicher Tätigkeit vor Abschluss der Externenprüfung und über die nach § 45 Abs. 2 BBiG geforderten Mindestzeiten hinaus nachgewiesen werden. Auch im Falle einer sogenannten Externenprüfung gilt der Notendurchschnitt von 2,.

Gesetzliche Regelung

Die neuen Regelungen der Hochschulzugangsberechtigungen für beruflich qualifizierte Personen, sind in folgenden Informationsblättern des zuständigen Ministeriums zusammengefasst:

  • Hochschulzugang für Personen mit qualifizierter Berufsausbildung und Berufserfahrung
  • Hochschulzugang für Personen, die eine Meisterprüfung oder eine vergleichbare Fortbildungsprüfung abgelegt haben

Die gemäß der Landesverordnung über die unmittelbare Hochschulzugangsberechtigung beruflich qualifizierter Personen (vom 9. Dezember 2010) vorgeschriebene Beratung vor der Einschreibung wird nach erfolgter Zulassung durch die Hochschule Mainz angeboten. Über die Termine zu den Beratungsgesprächen werden Sie im Falle einer Zulassung rechtzeitig informiert.

Bei Fragen zum Bewerbungs- und Zulassungsverfahren wenden Sie sich bitte an das Studierendenbüro.