Aufbruch ins Unbekannte
Entwurf
Im interdisziplinären Projekt »Aufbruch ins Unbekannte« konzipieren und realisieren Studierende von JGU-Archäologie sowie IA/KD eine Ausstellung im LEIZA/LUX:
10.000 Jahre Migrationsgeschichte. Archäologische Exponate und ein kuratorisches Drehbuch werden in Raum-, Erscheinungs- und Informationsdesign übersetzt. Prolog, thematische Stationen und Epilog verbinden historische Perspektiven mit Gegenwartsfragen – als Mutmacher für neue Sichtweisen.
Die Ausstellung macht 10.000 Jahre Migrationsgeschichte räumlich, sinnlich und emotional erfahrbar. Die Gestaltung nutzt Materialien als Erzähler: Wiederverwendete Holzkisten werden zur architektonischen Metapher für Bewegung, Wandel und Weitergabe. Ein lichtdurchfluteter Stofftunnel mit Zitaten von Migrant:innen aus dem Rhein-Main-Gebiet zieht Besucher:innen unmittelbar ins Thema hinein. Natürliche Materialien wie Holz, Sand oder Stoff treten dezent zurück – sie schaffen Nähe, ohne zu inszenieren, und lassen die ausgestellten Objekte sprechen.
Farbige Raumzonen gliedern komplexe Inhalte, schaffen Orientierung und leiten die Besucher:innen durch die Ausstellung. Oberflächen werden zu Bedeutungsträgern: gefräst, bedruckt, spiegelnd oder fühlbar. 3D-gedruckte Exponate und taktile Elemente eröffnen neue Zugänge, Mitmachstationen regen zur Reflexion an.
Die Ausstellung berührt – durch Reduktion, Materialität und eine klare, offene Sprache, die Migration nicht nur vermittelt, sondern als kollektive Erfahrung im Raum spürbar macht.