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Dim-Alumna Sarah Hattemer erhält den Preis für die forschungsstärkste Bachelor-Thesis im Fach­be­reich Wirtschaf Sarah

„Die Arbeit an meiner Bachelorarbeit war für mich ein intensiver Lernprozess, der meine wissenschaftliche und persönliche Entwicklung gleichermaßen geprägt hat. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit einem Thema, das durch meine eigene Betroffenheit eine persönliche Relevanz für mich hat, empfand ich als besonders bereichernd. Für die konstruktive Begleitung und Unterstützung möchte ich mich herzlich bei Prof. Dr. Sven Pagel bedanken.“

Jedes Jahr vergibt der Fachbereich Wirtschaft auf der akademischen Abschlussfeier Preise für die forschungsstärksten Abschlussarbeiten. In diesem Jahr erhielt Sarah Hattemer – eine Absolventin des Studiengangs Digital Media B.Sc. – die Auszeichnung für ihre Bachelor-Thesis mit dem Titel „Nutzung von Instagram zur Unterstützung für Endometriose-Betroffene: Wirkung von Influencer:innen“. Betreut wurde die Arbeit, die als hochaktuelles Thema an der Schnittstelle von Social Media Management und Gesundheitskommunikation verortet ist und sich mit den bestehenden Informations- und Versorgungslücken im Bereich Endometriose auseinandersetzt, von Prof. Dr. Sven Pagel (Erstgutachter) und Prof. Dr. Isabelle Hillebrandt (Zweitgutachterin).

Im Rahmen ihrer Forschung führte Sarah Hattemer eine quantitative Online-Umfrage unter Endometriose-Betroffenen durch, die über Instagram verbreitet wurde. Insgesamt konnten Antworten von über 500 Teilnehmerinnen bereinigt und ausgewertet werden, um nachvollziehen zu können, inwiefern Influencer:innen über Instagram die wahrgenommene emotionale und informationelle Unterstützung von Endometriose-Betroffenen beeinflussen.

Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl die Nutzung endometriosebezogener Inhalte auf Instagram als auch die Interaktion mit Influencer:innen und Betroffenen aus den Communities mit einer höheren wahrgenommenen emotionalen und informationellen Unterstützung verbunden sind – und verdeutlichen damit, wie bedeutsam niedrigschwellige digitale Austausch- und Informationsräume für Betroffene sein können, um Informationen zu ihrer Erkrankung zu erhalten, persönliche Erfahrungen anderer Betroffener nachzuvollziehen und emotionalen Rückhalt zu finden. Zugleich wird deutlich, welche praktischen Impulse daraus für die digitale Gesundheitskommunikation sowie die Arbeit von Gesundheitsdienstleistern und zukünftige Forschung abgeleitet werden können.


Text: Sarah Hattemer
Fotos: Nadine Zimmermann
Dozent: Prof. Dr. Sven Pagel