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Ein Tag ohne Frauen

Autoritäre und undemokratische Politiken sind weltweit auf dem Vormarsch und auch antifeministische Positionen gewinnen an Einfluss. Was lässt sich dem entgegensetzen? Wie kann Solidarität heute aussehen, gerade angesichts der unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven von Menschen?

Die Veranstaltungsreihe „Solidarisch leben: queere und feministische Praxis“ verbindet Filme, die kollektives Leben, feministische Selbstorganisation und gelebte Solidarität sichtbar machen, mit einem Vortrag samt Diskussion mit Lea Susemichel zu Unbedingter Solidarität. Ausgehend von der Idee, dass Solidarität nicht auf Gleichheit beruht, sondern Unterschiede aushält und sogar voraussetzt, eröffnet die Reihe neue Perspektiven auf solidarisches Handeln, das in widersprüchlichen Zeiten besonders notwendig ist.

Der Film Ein Tag ohne Frauen bildet den Auftakt der Veranstaltungsreihe Solidarisch leben – queere und feministische Praxis.

 

Film: Ein Tag ohne Frauen

 

Mittwoch, 29. April | Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn 19:00 Uhr

Ort: Muschel N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, 55128 Mainz (JGU-Campus)

OmU (englisch mit dt. Untertiteln) Dokumentarfilm | Regie: Pamela Hogan & Hrafnhildur Gunnarsdóttir | IS/USA 2024 | 70 Min.

Am 24. Oktober 1975 legten rund 90 Prozent der isländischen Frauen ihre Arbeit nieder, um gegen Geschlechterungleichheit zu protestieren und die Bedeutung weiblicher Arbeit sichtbar zu machen.

Der Film erzählt dieses historische Ereignis 50 Jahre später aus Perspektive der Aktivistinnen selbst und zeichnet mit Humor und Archivmaterial ein lebendiges Porträt kollektiven Handelns.

   

Weitere Termine

 

06.05.2026 | Film: Pride

Mittwoch, 6. Mai | Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn 19:00 Uhr

Ort: Muschel N2, JGU-Campus

OmU Spielfilm | Regie: Matthew Warchus | UK 2014 | 120 Min.

Im Sommer 1984 unterstützen Aktivist*innen von „Lesbians and Gays Support the Miners“ (LGSM) streikende britische Minenarbeiter. Trotz anfänglicher Ablehnung entsteht bald eine solidarische Verbindung, die Vorurteile überwindet und beide Seiten verändert.

Der Film erzählt auf wahren Begebenheiten basierend von Arbeitskämpfen, Queerfeindlichkeit und der Kraft von Solidarität.

In Kooperation mit dem Queer*Referat des AStA der JGU

 

20.05.2026 | Vortrag & Diskussion: Unbedingte Solidarität

Mittwoch, 20. Mai | Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn 19:00 Uhr

Ort: LUX Pavillon, Ludwigsstraße 2, 55116 Mainz

Vortrag & Diskussion mit Lea Susemichel

Wir freuen uns über eine Anmeldung zum Vortrag unter https://forms.gle/RXFtnMCvrmJeFKoW9, eine Teilnahme ist jedoch auch ohne Anmeldung möglich.

Rechte und autoritäre Politiken prägen zunehmend gesellschaftliche Debatten. Was lässt sich dem entgegensetzen? Und kann Solidarität trotz unterschiedlicher Erfahrungen und Perspektiven gelingen?

Der Vortrag versteht Solidarität als notwendig konflikthaft und zugleich bedingungslos: Sie setzt keine geteilten Identitäten voraus, sondern lebt von Differenz und Dissonanz und gewinnt gerade daraus politische Aktualität.

Lea Susemichel ist Philosophin, Journalistin und Redakteurin des feministischen Magazins an.schläge.

 

27.05.2026 | Film: Paris Is Burning

Mittwoch, 27. Mai | Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn 19:00 Uhr

Ort: Muschel N2, JGU-Campus

OmU Dokumentarfilm | Regie: Jennie Livingston | USA 1990 | 71 Min.

Der Film gibt Einblick in die Ballroom-Kultur der queeren Schwarzen und Latino-Community im New York der 1980er-Jahre. Im Zentrum stehen „Houses“ als Wahlfamilien sowie die „Balls“, bei denen Performances in Kategorien wie „Realness“ bewertet werden.

Er porträtiert eine kreative Subkultur und ist zugleich ein Kommentar zu Identität, Klasse, Rassismus und Geschlecht sowie ein Plädoyer für Sichtbarkeit und Gleichberechtigung.

In Kooperation mit dem Queer*Referat des AStA der JGU

 

02.06.2026 | Film: Fireworks

Dienstag, 2. Juni | Einlass ab 20:00 Uhr, Beginn 20:30 Uhr

Ort: Muschel N2, JGU-Campus

OmU Spielfilm | Regie: Giuseppe Fiorello | Italien 2023 | 134 Min.

Im Rahmen des Pride Month zeigt die Reihe diesen Coming-of-Age-Film über die erste Liebe zweier Jugendlicher, die in einem konservativen Umfeld auf Widerstände stößt.

Der Film erzählt von Ausgrenzung, Selbstbestimmung und der Bedeutung LGBTQ+-politischer Bewegungen in Italien der 1980er-Jahre.

In Kooperation mit dem Muschelkino / FILMZ e.V.


Organisiert wird die Reihe von der Stabsstelle Gleichstellung und Diversität der Johannes Gutenberg-Universität gemeinsam mit dem Gleichstellungsteam der Hochschule Mainz sowie dem Queer*-Referat der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Muschelkino / FILMZ  e.V. als weiteren Kooperationspartner*innen.