This content is only partially available in English.
This content is only partially available in English.

FLORA feiert Bergfest

Foto | Nikolas Fahlbusch

Ausstellung bietet florale Experimente und den neuen Begleitband

Mainz. Pflanzen hörbar machen oder Blumen Gedichte vorlesen lassen: Beim Bergfest zur Ausstellung „FLORA – Wenn aus Wurzeln Wunder wachsen“ laden das Naturhistorische Museum Mainz, das Gutenberg-Museum und die Hochschule Mainz am Donnerstag, 18. Juni, um 18 Uhr zu einem Abend für alle Sinne ein. Besucherinnen und Besucher können im Außenbereich der Ausstellung florale Experimente und künstlerische Interventionen erkunden, die Pflanzen auf ungewöhnliche Weise erlebbar machen. Lieder von „Spurenelemente“,  krautige Snacks und die Präsentation des neuen Begleitbandes runden das Programm ab. 

„Mit dem Begleitband schaffen wir einen zusätzlichen Erfahrungsraum zur Ausstellung. Er dokumentiert die Projekte nicht nur, sondern führt ihre Gedanken weiter – analog, digital und mit vielen überraschenden Perspektiven auf die Welt der Pflanzen“, so Anja Stöffler, Professorin für Digitale Gestaltung der Hochschule Mainz und Projektleiterin. Die Beiträge des Begleitbandes gehen weit über die Ausstellung hinaus: Sie vertiefen, hinterfragen und erweitern – mal wissenschaftlich fundiert, mal essayistisch, immer inspirierend. Eine Besonderheit des Buches sind integrierte QR-Codes, die zu zusätzlichen digitalen Inhalten und Bewegtbildern führen. Finanziert wurde der Band mit Mitteln der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz und ist im Gutenberg-Shop erhältlich.

Ausgangspunkt für Ausstellung und Begleitbuch ist eines der bedeutendsten Werke der frühen Buchdruckgeschichte: der „Gart der Gesundheit“ von Johann Wonnecke von Kaub, ein Buch, das 1485 in Mainz erschienen ist. Von diesem frühen Gesundheitsbuch aus spannt „FLORA – Wenn aus Wurzeln Wunder wachsen“ den Bogen bis in die Gegenwart. Es geht um die Verlässlichkeit historischer Kräuterbücher, um die Rolle der Frau in der Naturforschung und aktuelle Erkenntnisse zur medizinischen Nutzung von Pflanzen bis hin zu drängenden ökologischen Fragen wie dem Klimawandel oder schwindender Artenvielfalt.

In einer Kooperation der Hochschule Mainz mit dem Gutenberg-Museum und dem Naturhistorischen Museum Mainz haben Studierende der Hochschule im Dialog mit Expert*innen Arbeiten entwickelt, die historische Quellen mit aktuellen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen verknüpfen. Entstanden ist ein vielstimmiger Kosmos aus Installationen, Soundarbeiten, KI-Modellen, Illustrationen und analogen Erfahrungsräumen.

Das Bergfest wird kulinarisch unterstützt von der Gutenberg-Stiftung, die den Abend mit Wein und kleinen Köstlichkeiten bereichert. Dazu können – solange der Vorrat reicht – heimische Pflanzen, die die Wildpflanzengärtnerei Strickler aus Alzey zur Verfügung stellt, von den Besucherinnen und Besuchern mit nach Hause genommen werden.