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Girls'Day: Archäologie trifft Technik

Eindrücke Vom GirlsDay 2026 an der Fachrichtung AIGeo, Foto: Donata Gerhards, CC BY-SA 4.0

Wie wird ein Fund dokumentiert, bevor er geborgen wird? Beim Girls’Day an der Hochschule Mainz erprobten SchülerInnen archäologische Feldarbeit und digitale Methoden – von der Grabung bis zum 3D-Modell.

Anlässlich des Girls’Day am 23. April 2026 öffnete die Fachrichtung Angewandte Informatik und Geodäsie der Hochschule Mainz ihre Türen für 17 Schüler:innen. Im Workshop „Archäologie trifft auf Technik – Wir dokumentieren archäologische Funde!“ erhielten die Teilnehmer:innen Einblicke in das Zusammenspiel von Archäologie und digitalen Technologien.

   

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie archäologische Funde fachgerecht dokumentiert werden, bevor sie aus ihrem Fundkontext entfernt werden. Die Schüler:innen lernten, dass Archäolog:innen und Techniker:innen auf Ausgrabungen eng zusammenarbeiten und dabei unterschiedliche Methoden und Geräte einsetzen. Dieses Wissen konnten sie direkt praktisch anwenden: In einer fingierten Grabung im Innenhof der Hochschule suchten sie nach Scherben – 3D-gedruckten Fragmenten aus dem Projekt ARS3D, die sie anschließend einmaßen, fotografierten und systematisch dokumentierten.

   

Ein weiterer Programmpunkt führte die Teilnehmer:innen in die digitale Recherche ein. Mithilfe der Datenbank Arachne des Deutsches Archäologisches Institut recherchierten sie ihre Funde und erschlossen sich ergänzende Informationen zu den Objekten.

Daraus wurde deutlich, welche Rolle digitale Technologien heute in der Archäologie spielen. Viele Funde werden inzwischen mit 3D-Scannern erfasst und als digitale Modelle verfügbar gemacht. Dies wurde am Beispiel der sogenannten African Red Slip Ware aus dem 3. bis 5. Jahrhundert n. Chr. vom Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) veranschaulicht, welche von 2018 und 2021 im Rahmen des Projekts ARS3D - African Red Slip Ware digital von LEIZA und i3mainz digitalisiert und semantisch modelliert worden waren.

Anhand dieses Projekts lernten die Schüler:innen die Vorteile der 3D-Dokumentation kennen. Digitale Modelle ermöglichen nicht nur eine präzise Analyse eines Objektes, bei der das Original nicht angefasst und somit geschont wird, sondern auch einen ortsunabhängigen Zugang zu archäologischen Objekten. Der Workshop vermittelte praxisnah, wie digitale Methoden die archäologische Forschung unterstützen und neue Zugänge zu kulturellem Erbe eröffnen.

Fotos: Donata Gerhards und Nicole Bruhn, CC BY-SA 4.0