Breslauer Synagoge am Anger

3 D-Druck von vier Entwürfen für die Salvatorkirche aus dem 3 D-Datensatz | Foto: Piotr Kuroczyński

Projekt Architekturinstitut AI MAINZ - Präsentation der Zwischenergebnisse

Am 9. November 2018 jährt sich die Reichpogromnacht zum 80. Mal. Aus diesem Anlass wird Prof. Dr. Piotr Kuroczyski, Leiter des Architekturinstituts der Hochschule Mainz (AI MAINZ), in Breslau die Zwischenergebnisse eines Projekts zur Breslauer Synagoge am Anger präsentieren, das von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gefördert wird.

Im Zentrum steht die digitale 3 D-Rekonstruktion der von Edwin Oppler erbauten Synagoge, die 1938 von den Nationalsozialisten zerstört wurde. Der inhaltliche Fokus liegt auf der Synagoge am Anger und ihrer Kontextualisierung im Rahmen der Bau- und Planungsprojekte der katholischen und protestantischen Gemeinde am Ende des 19. Jahrhunderts.

Das AI MAINZ ist in die Gedächtnisfeier am 8. November 2018 in Breslau aktiv involviert. Angedacht ist die Entwicklung einer Augmented Reality- (AR) und Virtual Reality- (VR) Applikation, um die heutigen Einwohner Breslaus mittels innovativer Technologien für das Thema der im Jahr 1938 zerstörten Synagogen zu sensibilisieren. Es zeichnet sich eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde in Breslau ab, die in die aktive Begleitung der Konzeption eines Besucherzentrums am Ausgrabungsort münden soll.

Ein ausführlicher Bericht findet sich in der soeben erschienenen Ausgabe 2.18 des Hochschul-Magazins „Forum“.