Copyright: Hochschule Mainz (Motiv: Bastian Hansl, Alumnus der Hochschule Mainz, Fachbereich Gestaltung)

25 Jahre Hochschule Mainz

Der Blick von außen

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Wer von Westen her nach Mainz kommt, dessen Blick fällt auf ein interessantes Panorama aus Ackerland, dem Fußballstadion und dem Wissenschaftscampus, bei dem der in vorderster Reihe stehende Kubus der Hochschule Mainz den Auftakt bildet. Kräne und Zäune weisen auf die Zukunft, die alle Fachbereiche an diesem Standort vereinen soll. Dass die Hochschule dadurch zum wissenschaftlichen Elfenbeinturm wird, ist nicht zu befürchten: Mit dem LUX-Pavillon als ihrem Schaufenster im Herzen der Stadt und zahlreichen Veranstaltungen werden weiterhin Ergebnisse angewandter Lehre und Forschung einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert und zur Diskussion gestellt werden. 


Als vor 25 Jahren aus der Fachhochschule Rheinland-Pfalz die Hochschule Mainz (neu) gegründet wurde, stand die schon zuvor drängende Frage im Mittelpunkt, wie man Studierende am besten auf die Zukunft vorbereiten könne. Bereits damals war deutlich, dass die Berufswege der Absolventinnen und Absolventen nicht mehr linear vom Berufseinstieg bis zur Führungsetage eines Unternehmens in einem klar umrissenen Tätigkeitsfeld verlaufen würden, sondern seitens potenzieller Arbeitgeber eine hohe räumliche wie inhaltliche Flexibilität gefordert wird. „Lebenslanges Lernen“ war das Schlagwort, welchem man mit dem Angebot berufsbegleitender Studiengänge im Fachbereich Wirtschaft bereits zu Fachhochschulzeiten schon Rechnung getragen hatte. – Ein Erfolgsmodell, das sich in den Jahren bis heute auch auf andere Fachbereiche ausgedehnt hat: Mit acht In-Instituten, wie u.a. dem international anerkannten i3mainz (Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik) und dem iuh – Institut für Unternehmerisches Handeln, gibt die Hochschule ihren Studierenden fundierte und praxisnahe Fähigkeiten an die Hand, sich bereits im Studium aktiv mit Themen wie Existenzgründung und Vernetzung auseinanderzusetzen.


Vernetzung und Kooperation
Vernetzung und Kooperation sind die Grundpfeiler wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolgs, die in Zukunft eine immer tragendere Rolle spielen werden. Die Hochschule vermittelt dies nicht nur konkret an ihre Studierenden, sie ist selbst geschätzte Partnerin einer Vielzahl von Projekten und Zusammenschlüssen: Stellvertretend sei hier mainzed genannt, das mit fünf weiteren Mainzer Forschungs- und Lehreinrichtungen eine Initiative zur Digitalisierung der Geisteswissenschaften in Mainz ins Leben gerufen hat. Außerdem ist die Hochschule äußerst reges (Gründungs-)Mitglied der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ, die wichtige Vernetzungsarbeit sowohl zwischen Forschenden und Laien, als auch zwischen Forschenden und der Wirtschaft betreibt. 

Die Leistungen, welche an der Hochschule Mainz in den letzten 25 Jahren erbracht wurden, sind beeindruckend. Und so freue ich mich, mit diesem Beitrag allen Beteiligten nicht nur zum Jubiläum, sondern auch zu ihren vielfältigen Erfolgen gratulieren und meinen tiefsten Respekt aussprechen zu können. Mögen auch die kommenden 25 Jahre zum Gelingen bringen, wofür heute die Weichen gestellt wurden.


Ihr Prof. Dr. Michael Maskos

 

Autor

Univ.-Prof. Dr. Michael Maskos
Vorstandsvorsitzender der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ e.V. und Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM, Mainz

Forum 02.2021

Beitrag erschienen in der Forum 02.2021

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