Die Hochschule Mainz gehört in Rheinland-Pfalz zu den Hochschulen mit dem höchsten Anteil an Deutschlandstipendien. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes verzeichnet die Hochschule Mainz im Jahr 2025 den höchsten Anteil an Studierenden, die mit einem Deutschlandstipendium gefördert werden – damit liegt die Hochschule landesweit an der Spitze.
Insgesamt wurden in Rheinland-Pfalz rund 1.600 Studierende mit dem Stipendium gefördert. Das sind 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr. An zweiter und dritter Stelle folgen die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Insgesamt lagen neun rheinland-pfälzische Hochschulen über der Höchstgrenze von 1,5 Prozent. Das Deutschlandstipendium unterstützt leistungsstarke und engagierte Studierende für mindestens zwei Semester mit monatlich 300 Euro. Die Förderung wird jeweils zur Hälfte vom Bund und von privaten Fördernden wie Unternehmen oder Stiftungen finanziert.
Unterstützung für Leistung und gesellschaftliches Engagement
Das Besondere am Deutschlandstipendium ist die Verbindung von guten Studienleistungen und gesellschaftlichem Einsatz. Gefördert werden nicht nur gute Noten, sondern auch ehrenamtliches Engagement oder besondere persönliche Leistungen. Damit eröffnet das Programm vielen jungen Menschen bessere Chancen auf ein erfolgreiches Studium – unabhängig von ihrer finanziellen Situation.
„Das Deutschlandstipendium zeigt, wie wichtig gemeinsame Verantwortung für Bildung ist. Studierende erhalten nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Anerkennung für ihr Engagement“, sagt Beate Höltgen, Koordinatorin für das Deutschlandstipendium an der Hochschule Mainz. „Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten kann diese Förderung den Studienalltag erleichtern.“ Beate Höltgen betont: „Unser ausdrücklicher Dank gilt den Förderern, die auch in Zeiten von Krisen jungen Menschen die Chance geben, ein Stipendium zu erhalten.“ An der Hochschule Mainz wurden im Förderjahr 2025/26 insgesamt 82 Studierende aus allen drei Fachbereichen mit dem Deutschlandstipendium gefördert. Im Förderjahr 2024/25 waren es 80 Stipendien.
In Rheinland-Pfalz wurden mit etwa 690 besonders häufig Studierende aus MINT-Fächern gefördert. Dazu zählen Studiengänge aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Rund 43 Prozent der geförderten Personen studierten in diesen Bereichen.
Auch der Anteil geförderter Frauen fiel 2025 besonders hoch aus: 59 Prozent der Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten waren Frauen. Diese Entwicklung zeigt, dass Förderprogramme einen wichtigen Beitrag zu mehr Chancengleichheit im Hochschulbereich leisten können.
Förderung mit Wirkung über das Studium hinaus
Das Deutschlandstipendium kann Studierenden helfen, sich stärker auf ihr Studium zu konzentrieren und gleichzeitig gesellschaftlich aktiv zu bleiben. Gleichzeitig profitieren auch Unternehmen und Einrichtungen, die früh Kontakt zu engagierten Nachwuchskräften erhalten. Die Entwicklung zeigt, dass Bildungsförderung langfristig Auswirkungen auf Fachkräftesicherung, soziale Teilhabe und den Wissenschaftsstandort Rheinland-Pfalz haben kann.
Weitere Informationen:
Deutschlandstipendium an der Hochschule Mainz:
Hochschule Mainz – Deutschlandstipendium
Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, 29.04.2026.
https://www.statistik.rlp.de/nachrichten/nachichtendetailseite/zahl-der-deutschlandstipendiatinnen-und-stipendiaten-2025-erneut-gestiegen