Julienne Geppert hat bei den Europäischen Hochschulmeisterschaften (EUSA) im Taekwondo den dritten Platz belegt. Für die Studentin des dualen Bachelorstudiengangs Digital Media an der Hochschule Mainz war es die bislang höchste internationale Meisterschaft ihrer sportlichen Laufbahn.
Geppert qualifizierte sich über die Deutschen Hochschulmeisterschaften für die europäischen Titelkämpfe. Dort erreichte sie im vergangenen Winter den zweiten Platz und sicherte sich damit die Teilnahme an der EUSA. „Diese Erfahrung wollte ich gerne mitnehmen“, sagt Geppert. „Dass ich am Ende den dritten Platz erreicht habe, bedeutet mir persönlich sehr viel – gerade, weil das Niveau bei diesen internationalen Turnieren sehr hoch ist.“Zum Taekwondo kam Geppert vergleichsweise spät. Nachdem sie bereits in ihrer Jugend mehrere Jahre Taekwondo betrieben hatte, begann sie vor rund vier Jahren nach ihrem Umzug in die Region erneut mit dem Sport. Während eines Lehrgangs wurde sie von ihrem heutigen Trainer auf ihr sportliches Potenzial angesprochen und für den Wettkampfsport gewonnen. Seitdem nimmt sie regelmäßig an nationalen und internationalen Wettbewerben teil, darunter auch Turniere der Weltrangliste.
Geppert trainiert beim Verein Armare Mainz e. V. in Mainz-Gonsenheim. Für das Training nimmt sie regelmäßig eine Anfahrt von rund 50 Minuten pro Strecke in Kauf. Auch ihre Studienwahl wurde davon beeinflusst: Im vergangenen Jahr entschied sie sich dafür, ihr Studium an der Hochschule Mainz aufzunehmen.Mit ihrem dritten Platz ist die Studentin zufrieden, sieht aber zugleich weiteres Entwicklungspotenzial. Der Erfolg habe ihr auch gezeigt, dass es nie zu spät sei, die eigenen Ziele zu verfolgen: „Man muss nicht auf den perfekten Zeitpunkt warten. Manchmal geht es einfach darum, den Mut zu haben, eine Entscheidung zu treffen und seinen eigenen Weg zu gehen.“
Nach ihrem Erfolg bei den Europäischen Hochschulmeisterschaften richtet sich der Blick bereits auf die kommenden internationalen Wettbewerbe. Besonders die FISU World University Games in Südkorea stellen für Geppert ein großes Ziel dar. „Bis dahin möchte ich meine sportliche Leistung weiter optimieren und die kommenden Monate nutzen, um mich gezielt weiterzuentwickeln“, so Geppert.