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Neuer Vizepräsident gewählt

v. l.: Prof. Dr. Katharina Dahm, Präsidentin der Hochschule Mainz, Prof. Dr.-Ing. Thomas Klauer, neuer Vizepräsident für Studium und Lehre, und Prof. Dr. Bianca Baldus, Vorsitzende des Wahlvorstands. | Foto: Sven-Helge Czichy

Prof. Dr.-Ing. Thomas Klauer legt Fokus auf KI in Studium und Lehre

An der Hochschule Mainz ist Prof. Dr.-Ing. Thomas Klauer als Vizepräsident für Studium und Lehre gewählt worden. Mit großer Mehrheit ist der Professor für Angewandte Informatik am Mittwoch, 4. November 2026, auf Vorschlag der Hochschulpräsidentin ins Präsidium gewählt worden. Zuvor hatten sich der Hochschulrat und der Senat einvernehmlich für Prof. Dr.-Ing. Klauer ausgesprochen. Seine vierjährige Amtszeit tritt er zum 1. März 2027 an. Er folgt auf Prof. Kerstin Molter, die das Amt bis August 2026 innehatte und sich nun wieder verstärkt der Lehre widmet. Interimsmäßig wird der Bereich Studium und Lehre von der Hochschulpräsidentin geleitet.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Klauer leitet derzeit die beiden Bachelorstudiengänge Angewandte Informatik und Angewandte Informatik dual gemeinsam mit einem Kollegen des Fachbereichs Wirtschaft sowie den Masterstudiengang Angewandte Informatik in eigener Verantwortung. Seine Schwerpunkte in Lehre und Forschung liegen in Software Engineering, Künstlicher Intelligenz (KI) und Digitalisierung. Er hat unter anderem Drittmittelprojekte durchgeführt und zwei kooperative Promotionen betreut. Darüber hinaus ist der 51-Jährige geschäftsführender Leiter des Forschungsinstituts für Raumbezogene Informations- und Messtechnik „i3mainz“, Mitglied des Fachbereichsrates Technik und Prodekan des Fachbereichs Technik. Zuvor gehörte er unter anderem dem Senat der Hochschule Mainz an und war sieben Jahre Mitglied des Bibliotheksausschusses. Zum Amtsantritt wird Prof. Dr.-Ing. Klauer seine Funktionen als Studiengangleiter der Bachelorstudiengänge, als Prodekan sowie als Leiter des i3mainz an sein Kollegium im Fachbereich übergeben.

Unmittelbare Integration von KI in Lehr- und Lernprozesse

In seiner Amtszeit als Vizepräsident für Studium und Lehre will Prof. Dr.-Ing. Klauer insbesondere Künstliche Intelligenz stärker in den Fokus rücken, indem sie unmittelbar in Lehr- und Lernprozesse integriert wird. Denn in Studium und Lehre sieht er erhebliche Auswirkungen des Einsatzes von KI auf die Erstellung und Nutzung von Inhalten. Dabei bietet KI große Chancen zur Unterstützung von Lehr- und Lernprozessen, bringt aber auch Herausforderungen und Risiken mit sich, weiß der Professor für Angewandte Informatik und betont: „Lehrende und Studierende sollten daher zu einem kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit KI befähigt werden. KI-Kompetenz umfasst Wissen, Fähigkeiten und Haltungen, die es ermöglichen, Künstliche Intelligenz zu verstehen, kritisch zu reflektieren und in Studium, Lehre und Beruf verantwortungsbewusst einzusetzen.“ Ebenso unverzichtbar sei die Entwicklung KI-resilienter Prüfungsformen, die auch unter den veränderten Bedingungen aussagekräftige und faire Leistungsbewertungen ermöglichen.

Mit Blick auf Veränderung der zukünftigen Fachgebiete und Berufsbilder durch KI

Darüber hinaus müssen nach seiner Überzeugung die Studiengänge generell KI-zukunftsfähig gestaltet werden. Dies betrifft nicht nur Lehr- und Prüfungsformen, sondern insbesondere auch die Studieninhalte und die Frage, wie KI die jeweiligen Fachgebiete und zukünftigen Berufsbilder verändert. „Diese Weiterentwicklung sollte systematisch im Qualitätsmanagement und in der Studiengangsakkreditierung berücksichtigt werden“, so Prof. Dr.-Ing. Klauer, der alle drei Studiengänge im Fachgebiet Angewandte Informatik maßgeblich initiiert und aufgebaut sowie Erstakkreditierungen und Reakkreditierungen mitverantwortet hat. Sein Ziel ist ein wirksamer, rechtssicherer und zugleich schlanker, praxisnaher Akkreditierungsprozess, der die kontinuierliche Weiterentwicklung der Studiengänge unterstützt.

Zur Person

Prof. Dr.-Ing. Thomas Klauer ist seit 2013 Professor an der Hochschule Mainz und vertritt heute das Fachgebiet Angewandte Informatik. Er studierte Bauingenieurwesen mit Schwerpunkt Bauinformatik an der Technischen Universität Darmstadt, wo er 2005 promovierte. Vor seiner Berufung an die Hochschule Mainz war er mehrere Jahre in der Wirtschaft tätig, zuletzt als Manager und Senior-Berater in der Unternehmensberatung mit den Schwerpunkten IT-Betrieb, Software Engineering und Management. Dabei war er insbesondere in den Branchen Medizintechnik, Informationstechnologie und Energieversorgung tätig.