Der Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Mainz begrüßt in dieser Woche zum zweiten Mal eine Gruppe von Masterstudierenden der Partnerhochschule United States International University Africa (USIU-Africa) aus Nairobi, Kenia. Der Besuch ist Teil eines gegenseitigen Exkursionsaustauschs: Im September wird eine Gruppe Mainzer Studierender nach Kenia reisen, um den akademischen und interkulturellen Austausch weiter zu vertiefen.
USIU-Africa ist eine von fünf afrikanischen Partnerhochschulen, mit denen die Hochschule Mainz im Rahmen des DAAD-geförderten Programms „SDG-Partnerschaften“ zusammenarbeitet. Zu dem Netzwerk gehören außerdem die Addis Ababa University in Äthiopien, die INES University in Ruanda sowie die beiden ugandischen Universitäten Kyambogo University und Mbarara University of Science and Technology. Ziel der Partnerschaft ist es, den internationalen Wissenstransfer zu stärken, interkulturelle Kompetenzen zu fördern und gemeinsam Beiträge zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) zu leisten.
Während ihres Aufenthalts erwartet die Studierenden aus Nairobi ein vielfältiges Programm, das fachliche, wirtschaftspraktische und kulturelle Perspektiven miteinander verbindet. Auf dem Campus stehen Fachvorträge und Workshops zu den Themen Finance, Creating Shared Value und interkulturelle Kompetenz auf dem Programm. Ergänzt wird das akademische Angebot durch Unternehmens- und Institutionenbesuche bei Merck, der ETA-Fabrik, der Deutschen Bundesbank und Henkell Freixenet. Gastvorträge von Manuela Pastore von Boehringer Ingelheim zum Thema Social Impact sowie von Berno Birker vom DAAD zu internationalen Kooperationsmöglichkeiten geben zusätzliche Einblicke in gesellschaftliche Verantwortung und globale Hochschulzusammenarbeit.
Auch der kulturelle Austausch kommt nicht zu kurz: Besuche der MEWA ARENA sowie Exkursionen nach Mainz, Rüdesheim und zum Kloster Eberbach ermöglichen den Gästen, die Region, ihre Geschichte und ihre wirtschaftliche Vielfalt kennenzulernen.
Das Programm „SDG-Partnerschaften“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes unterstützt den nachhaltigen Aufbau von Lehre, Forschung und akademischem Austausch zwischen deutschen Hochschulen und Universitäten im Globalen Süden. Am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Mainz wird die Kooperation mit den afrikanischen Partnerhochschulen seit vielen Jahren von Prof. Dr. Claudia Hensel aufgebaut und koordiniert. Sie wird im kommenden Herbst gemeinsam mit Studierenden des Fachbereichs nach Kenia reisen, um die Zusammenarbeit mit USIU-Africa weiter auszubauen.
Der Besuch der Studierenden aus Nairobi zeigt, welche Bedeutung internationale Hochschulpartnerschaften für die Ausbildung global denkender Fach- und Führungskräfte haben. Durch gemeinsame Lehrveranstaltungen, persönliche Begegnungen und praxisnahe Einblicke entstehen Netzwerke, die weit über den einzelnen Austausch hinauswirken und einen wichtigen Beitrag zu internationaler Verständigung und nachhaltiger Entwicklung leisten.