Copyright: Hochschule Mainz (Motiv: Bastian Hansl, Alumnus der Hochschule Mainz, Fachbereich Gestaltung)

Maximilian Kiefer

1.Vorsitzender des AStA der Hochschule Mainz

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25 Jahre Hochschule Mainz 
Potenziale für die zukünftige Entwicklung

Das Jubiläum ist ein gebührender Anlass, um einmal zu gedenken, wie viele zehntausende Studierende ihren Abschluss dieser Institution verdanken. Die Hochschule ist damit älter als manche ihrer derzeitigen Studierenden. Kaum einer der heute noch tätigen Akteure in und um die Hochschule kann die ganze Entwicklung dieser Zeit mit seinen Erfahrungen abdecken, und gerade die Studierendensicht begrenzt sich logischerweise immer nur auf einen sehr kurzen Abschnitt dieses Werdeganges. So fällt es schwer, die Ereignisse und Entwicklungen der frühen Jahre zu bewerten oder von Erzählungen abzuleiten.

Doch was bleibt sind die drei großen Fachbereiche, die unsere Hochschule heute zu dem Studienplatz machen, den wir kennen und lieben gelernt haben. Die Fachbereiche, die es uns ermöglichen, in diesen mit thematisch Gleichgesinnten zu interagieren. Doch sie haben uns auch getrennt. Durch die unterschiedlichen Standorte und die größtenteils geringe bereichsübergreifende Kommunikation untereinander kann der Eindruck von drei eigenständigen Hochschulen vermittelt werden, die durch den blauen „System-Zweig“ zusammengehalten werden.

Hoffnung gibt an dieser Stelle der Neubau, der nach etlichen Jahren nun langsam Gestalt annimmt. Ein Ort, an dem künftig alle Fachrichtungen zusammenkommen und voneinander profitieren können. Waren z.B. BWL und Mediendesign bisher durch die Lage getrennt, so können demnächst gemeinsame Projekte gestartet und Synergien gefunden werden.


Interdisziplinarität und Praxisbezug
Als Studierendenschaft wünschen wir uns für die Zukunft eine engere Zusammenarbeit der drei Fachbereiche und eine dauerhafte Überarbeitung der Lehrpläne. Dadurch können Themen wie Nachhaltigkeit, Gleichstellung aller Geschlechter und weitere zukünftig wichtige Punkte immer aktuell eingebunden werden. Auf diese Weise kann die Hochschule Mainz sich einen Stellenwert erarbeiten, der seine Absolventen und Absolventinnen unbezahlbar für die Gestaltung unseres Landes und unserer Welt macht. Die Lehre neben den klassisch wissenschaftlichen Themen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Daher liegt es uns besonders am Herzen, dass die Hochschule ihre Studierenden auch interdisziplinär und umfassend bildet.

Hierfür streben wir eine Ausweitung der Workshop- und Seminarangebote über das Career Center und den AStA an. Themenpunkte zu Softskills, Finanztheorien, aber auch das Wissen über Gewerkschaften und Versicherungen sind unerlässlich für wertvolle akademische Mitarbeitende der Zukunft. Durch die vielen Lehrenden aus der Wirtschaft, die an unserer Hochschule vertreten sind, besteht dafür auch schon ein großes Potenzial, welches nur noch gänzlich ausgeschöpft werden muss. 

Als praxisorientierte Institution ist die Hochschule Mainz seit Beginn eng in die Mainzer Wissenschaft und Wirtschaft eingebunden. Durch den nun entstehenden Hochschulcampus können sicherlich auch hier weitere Anreize für Investitionen und eine aktive Mitgestaltung durch Dritte geschaffen werden.

Doch neben der Lehre und Forschung erhoffen wir uns künftig auch eine aktivere Mitgestaltung der Mainzer Umgebung durch die Hochschule und eine klare Positionierung zu aktuellen Themen. Dies könnte auch die Bekanntheit der Hochschule weiter steigern und das Mainz-Bewusstsein integrieren.

Maximilian Kiefer
1.Vorsitzender des AStA der Hochschule Mainz
 

AUTOR

Maximilian Kiefer, 1.Vorsitzender des AStA der Hochschule Mainz

Forum 02.2021

Beitrag erschienen in der Forum 02.2021

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