Mit kreativen Konzepten zur Schuldenprävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben Studierende des Studiengangs Zeitbasierte Medien der Hochschule Mainz die Jury eines studentischen Wettbewerbs überzeugt. Die drei besten Arbeiten wurden nun im Rahmen einer Preisverleihung an der Hochschule Mainz ausgezeichnet. Der Wettbewerb entstand in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend Rheinland-Pfalz.
Ziel des Wettbewerbs war die Entwicklung einer kreativen Social-Media-Kampagne, die Jugendliche und junge Erwachsene für das Thema Schuldenprävention sensibilisiert und Finanzkompetenz auf niedrigschwellige Weise vermittelt. Der Wettbewerb wurde von Prof. Julia Kühne, Professorin für Gestaltungsgrundlagen und medienübergreifende Designkonzeption, betreut. Die Projekte entstanden im Rahmen ihres Kurses im Studiengang Zeitbasierte Medien.
Die Studierenden entwickelten eigenständige Kommunikationskonzepte, die unter anderem die Zielgruppenansprache, inhaltliche Schwerpunkte, Tonalität, geeignete Social-Media-Formate sowie erste Storyboards und Mock-ups umfassten. Die Konzepte wurden anschließend vor einer Fachjury präsentiert.
Bei der Bewertung standen Kreativität, Originalität, Zielgruppenorientierung, Machbarkeit, Klarheit der Kommunikation und die mediengerechte Umsetzung im Mittelpunkt.
„Gerade junge Menschen treffen Kaufentscheidungen oft in einer digitalen Welt, in der das Bezahlen nur einen Klick entfernt ist. Umso wichtiger ist es, Finanzkompetenz verständlich, lebensnah und auf Augenhöhe zu vermitteln. Die eingereichten Konzepte haben eindrucksvoll gezeigt, wie kreativ und zielgruppengerecht das gelingen kann“, erläuterte Staatssekretärin Kathrin Anklam-Trapp.
Die ausgezeichneten Projekte:
Den ersten Platz und ein Preisgeld von 1.500 Euro erhielten Hanna-Sophie Limbach, James Skaletski und Finn Eichert für ihr Konzept „Katsching“. Die Jury würdigte insbesondere die hochwertig produzierten, zielgruppengerechten Videos, die sowohl humorvolle als auch ernste Aspekte der Schuldenprävention aufgreifen. Auch das fundierte Konzept zum Influencer-Marketing überzeugte: Das Team hatte bereits passende Influencer recherchiert, Kontakte geknüpft und konkrete Vorschläge für eine Umsetzung entwickelt.
Der zweite Platz (750 Euro) ging an Hannah Nolte, Linnéa Hünerfeld und Jenny Hughes mit ihrem Konzept „Stop before you shop“. Besonders die professionell gestaltete Website, die klare Struktur sowie die kreative und durchdachte Ausarbeitung beeindruckten die Jury.
Mit dem dritten Platz (500 Euro) wurden Lucia Sophie Teufel und Benjamin Borrmann für ihr Konzept „Geldkeeping“ ausgezeichnet. Gelobt wurden die professionelle mediale Umsetzung, die bereits produzierten Inhalte sowie die kreative Leitidee rund um eine „Taube“, die der Jury nachhaltig in Erinnerung blieb. Das Konzept verband unterhaltsame und informative Elemente und wurde durch einen Podcast ergänzt.
Die prämierten Konzepte können nun gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend Rheinland-Pfalz weiterentwickelt und gegebenenfalls umgesetzt werden.
Prof. Julia Kühne: „Ich bin beeindruckt, mit wie viel Kreativität, Engagement und Professionalität die Studierenden dieses gesellschaftlich wichtige Thema bearbeitet haben. Es war schön zu sehen, wie aus ersten Ideen innerhalb eines Semesters überzeugende Kommunikationskonzepte entstanden sind. Die Auswahl fiel der Jury sichtlich schwer.“
Besonders wertvoll sei dabei die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend Rheinland-Pfalz. „Für die Studierenden ist es eine große Motivation, an einer realen Aufgabenstellung zu arbeiten und ihre Konzepte präsentieren zu können. Auch solche Kooperationen machen für mich gute Lehre aus: Sie verbinden kreatives Arbeiten mit praktischer Erfahrung und zeigen, welchen Beitrag Gestaltung für gesellschaftlich relevante Themen leisten kann“, erklärt die Professorin.