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Museum of Emotions

Christian Dummermuth: „Hemispheres“ Copyright: Christian Dummermuth

Hochschule Mainz gewinnt bei internationalem Architekturwettbewerb

Beim Wettbewerb „Museum of Emotions“ haben Studierende aus dem Bachelorstudiengang Innenarchitektur sowie dem Masterstudiengang Kommunikation im Raum Preisgelder in Höhe von 2500 Euro gewonnen. Aufgabe war es, zwei Räume zu entwerfen, die jeweils ein positives und ein negatives Gefühl auslösen. Während Vertretungsprofessorin Tina Buß im Bachelor mit dem Kraftwerk Berlin Mitte einen Ort vorgab, den es zu bespielen galt, durften die Studierenden im Masterstudiengang bei Prof. Andreas Kaiser eigene Architekturen entwerfen. Ganze acht Projekte aus Mainz schafften es auf die Shortlist der besten 40 Arbeiten. Damit stieg die Hochschule Mainz als beste deutschsprachige Hochschule im weltweiten Ranking auf Platz 16 von insgesamt 1237 auf.

Mit seinem Entwurf „Hemispheres“ gewann Christian Dummermuth den zweiten Preis, der mit 1500 Euro dotiert war, und zusätzlich den mit 500 Euro dotierten Archive Students Award. Sein Entwurf nutzt die Qualitäten und Raumwirkung des vorgegebenen Orts, eines stillgelegten Kraftwerks, und geht einen Dialog mit dem Raum ein, indem zwei von außen identische kreisförmige Ausstellungshallen in der großen Haupthalle des Gebäudes abgehängt werden. Sehr konsequent wird die Grundidee umgesetzt, im Innenraum der beiden Volumen nur mit einfachen Gegensätzen zu arbeiten, um die Geschichte klar und überzeugend zu erzählen. Der dunkel gehaltene negative Raum erzeugt über eine konkave Mulde im Boden und eine sich dem Boden entgegen wölbende Decke ein bedrückendes Raumgefühl, während der positive Raum hell erleuchtet ist und mit einem Hügel und einer sich öffnenden Decke ein Gefühl von Weite und Leichtigkeit erzeugt.  

Anna Schuler und Sofie Vieth gewannen mit ihrem Entwurf „Mutation in Space“ den mit 500 Euro dotierten AAPPAREL Sustainability Award. Das Team nutzt ein leerstehendes Wohnhochhaus und fügt ihm eine luftige Gerüststruktur hinzu, die das Gebäude von außen befällt und bedroht. Der Gebäudekern wird ausgehöhlt und begrünt. So schaffen sie im Inneren eine Oase, die über die Gerüststruktur immer wieder verlassen werden muss, um nach oben zu gelangen.

Anna Schuler und Sofie Vieth: „Mutation in Space“ Copyright: Anna Schuler/Sophie Vieth

Anna Schuler und Sofie Vieth: „Mutation in Space“
Copyright: Anna Schuler/Sophie Vieth

Eine lobende Erwähnung fanden Felix Zaglauer und Mira Gerhardt mit ihrem Projekt „Follow the light“. Sie haben ihre Gebäudestruktur in der Wüste verortet. Zunächst durchschreitet die Besucherin bzw. der Besucher auf dem Weg ins Zentrum den Raum der negativen Emotionen. Dieser Negativraum besteht aus einer Wandstruktur, die zur Mitte des Kraters immer höher werdende, sich verdichtende Gänge bildet. Durch schmale Schlitze in der Decke fällt spärlich Licht ins Innere und weist dem Besucher schemenhaft den Weg Richtung Raum der positiven Emotionen. Der Positivraum im Kraterzentrum ist eine lichterfüllte Doppelkuppel mit Vegetation und Wasserbecken und bietet  einen Moment der Erleichterung und Sicherheit.

Felix Zaglauer und Mira Gerhardt: „Follow the light“ Copyright: Felix Zaglauer/Mira Gerhardt

Felix Zaglauer und Mira Gerhardt: „Follow the light“
Copyright: Felix Zaglauer/Mira Gerhardt

Der Wettbewerb „Museum of Emotions“ wird durchgeführt von der multidimensionalen Plattform Buildner, die die Organisation von internationalen Wettbewerben für Architekturprojekte übernimmt. „Museum of Emotions“ stellt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor die Aufgabe, die Architektur als Instrument zu nutzen, um verschiedene Emotionen hervorzurufen, wobei sowohl ein realer als auch ein imaginärer Standort gewählt werden kann. Das Besondere ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ideen ohne jeglichen Text kommunizieren müssen. Im Wettbewerb mussten sich die Studierenden auf ein A 2-Plakat beschränken und durch die Kraft der Bilder überzeugen.

Die prämierten Arbeiten sowie weitere Entwürfe aus dem Kurs sind im September in einer Ausstellung im LUX-Pavillon der Hochschule Mainz zu besichtigen:
Wann: 6. bis 23. September 2022
Vernissage: 6. September 2022, 18 Uhr
Wo: LUX-Pavillon, Ludwigsstraße 2, 55116 Mainz

Weitere Informationen unter:
LUX Pavillon der Hochschule Mainz
https://architecturecompetitions.com/museumofemotions/
https://architecturecompetitions.com/architecture-university-rankings

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