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Rhine Castles 2

Foto | Region Grand Est (Website)

EU-Förderung für grenzüberschreitendes Burgen-Projekt

Das internationale Projekt „Rhine Castles 2“ (Burgen am Oberrhein 2) wurde am 9. Juli 2026 vom Begleitausschuss des Programms INTERREG Oberrhein für eine neue Förderung ausgewählt. Das grenzüberschreitende Vorhaben wird an der Hochschule Mainz von Christian Deichmann vom BIM-Labor federführend betreut.

Mit über 300 erhaltenen Burgen verfügt der Oberrhein über ein außergewöhnliches mittelalterliches Erbe. Dennoch erschweren die heutigen Landesgrenzen noch immer die Wahrnehmung dieses gemeinsamen Kulturraums. Das Vorgängerprojekt „Burgen am Oberrhein“ (2023-2025) legte die Grundlagen für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit, um dieses gemeinsame Erbe stärker ins Bewusstsein zu rücken.

Daran knüpft „Burgen am Oberrhein 2“ an. Gemeinsam mit mehr als 30 Partnerinstitutionen aus den Bereichen Kulturerbe, Tourismus, Forschung und öffentlichen Gebietskörperschaften in Deutschland, Frankreich und der Schweiz soll der Oberrhein als Burgen-Region weiter profiliert und die Entdeckung der Burgen in den drei Ländern gefördert werden.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen neue Vermittlungsangebote und digitale Tools, die wissenschaftliche Erfassung und 3D-Modellierung von Burgen, eine Dauerausstellung auf der Hohkönigsburg im Elsass, gemeinsame Tourismusmaßnahmen sowie kulturelle Veranstaltungen. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Forschungsaktivitäten, Publikationen und Bildungsangebote, die das grenzüberschreitende Kulturerbe sichtbar und erlebbar machen.

Das Projekt verfügt über ein Gesamtbudget von 3,06 Millionen Euro und wird im Rahmen des Programms INTERREG Oberrhein über einen Zeitraum von drei Jahren mit rund 1,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.