InnoProm

Innovation und Promotion

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Mit der Fördermaßnahme "InnoProm – Innovation und Promotion" fördert Rheinland-Pfalz anwendungs- und praxisorientierte Promotionsvorhaben, die konkrete Innovationen in rheinland-pfälzischen Unternehmen voranbringen.

Dadurch sollen innovationsrelevantes Wissen und unternehmerische Bedürfnisse schnell und effizient zusammen gebracht werden, um Lösungsmöglichkeiten für innovative unternehmerische Fragestellungen in konkreten vorwettbewerblichen FuE-Vorhaben  zu erarbeiten. Mit der Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftler*innen leistet die Fördermaßnahme außerdem einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Fachkräfte.

Hochschulen/Universitäten konnten sich für die Förderung einer solchen innovativen Promotion mit einem Projektantrag bewerben, der insbesondere den Innovationsgehalt des Vorhabens sowie die Kompetenzen der betreuenden Professoren darlegen musste. Hochschulen benötigten außerdem die Zusage einer universitären Betreuung.

Von landesweit 36 geförderten Vorhaben konnte die Hochschule Mainz vier InnoProm-Anträgen erfolgreich einwerben. Zwei Promotionsvorhaben haben in 2018 gestartet und zwei weitere im Januar 2019. Die Förderlaufzeit beträgt jeweils drei Jahre.

Im Jahr 2025 und 2026 konnten vier weitere InnoProm-Promotionsvorhaben erfolgreich eingeworben werden, die in der laufenden Förderperiode 2021–2027 gestartet sind. Sie knüpfen an die bisherigen Erfolge an, stärken den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft in Rheinland-Pfalz und tragen über anwendungsorientierte Forschung dazu bei, innovationsrelevante Fragestellungen in Unternehmen zügig zu adressieren und zugleich Nachwuchswissenschaftler*innen gezielt zu qualifizieren. 

Weitere Informationen zu den Projekten und ihren Praxispartnern finden Sie auf den jeweiligen Projektseiten.

Projekt und Förderung

Die kooperativen Promotionen sind gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), kofinanziert vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz.

   

  

 

Presse

Hintergründe zu den InnoProm-Promotionsprojekten der Hochschule Mainz und den beteiligten Praxispartnern.

Zur Pressemitteilung

Überblick der Projekte

  • SETWIN | Segmentierte Türme für Windenergieanlagen
  • KI-SEC Assist | Künstliche Intelligenz zur Unterstützung von KMU im Informationssicherheitsmanagement
  • DigiMuBi | Digitale Musikbildung: Digitale Lernformate in der Musikbildung aus der Perspektive von Medienpädagogik, Informatikdidaktik und Medienmanagement

SETWIN

Segmentierte Türme für Windenergieanlagen

Die geplante Promotionsarbeit (Laufzeit 2025-2028) dient dem Ziel, ein Nachweismodell für Segmentierte Türme für Windenergieanlagen zu entwickeln. Dabei wird ein besonderer Fokus auf die horizontalen und vertikalen Fugen zwischen den einzelnen Betonfertigteilsegmenten gelegt, die eine kombinierte Belastung aus Torsionsmoment, Biegemoment und Querkraft abtragen müssen. 

Weitere Informationen

Projektpartner

KI-SEC Assist

Künstliche Intelligenz zur Unterstützung von KMU im Informationssicherheitsmanagement

  • Prof. Dr. Nicolai Kuntze
  • Prof. Dr. Simon Rohlmann
 

Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen vor der Herausforderung, steigende Anforderungen an die Informationssicherheit umzusetzen. Neue regulatorische Vorgaben wie die NIS-2-Richtlinie, DORA oder KRITIS verpflichten Unternehmen dazu, strukturierte Informationssicherheitsmanagementsysteme (ISMS) einzuführen und regelmäßig zu überprüfen. Gleichzeitig fehlt in vielen Organisationen das notwendige Fachpersonal, um diese komplexen Anforderungen effizient umzusetzen.
Das Forschungsprojekt KI-SEC Assist untersucht, wie Künstliche Intelligenz Unternehmen bei der Einführung und Pflege eines ISMS unterstützen kann. Ziel ist die Entwicklung eines prototypischen KI-gestützten Assistenzsystems, das typische Aufgaben im Informationssicherheitsmanagement erleichtert.
Das System soll beispielsweise regulatorisch konforme Dokumentationen automatisch generieren, Mitarbeitende bei der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen unterstützen und dialogbasiert Fragen beantworten. Darüber hinaus soll ein KI-gestützter Chatbot Mitarbeitende durch interne Audits führen und strukturierte Leitfragen bereitstellen.
Durch die Kombination moderner KI-Technologien wie Large Language Models, Natural Language Processing und Active-Learning-Verfahren entsteht eine praxisnahe Lösung, die speziell auf die Bedürfnisse von KMU zugeschnitten ist. Ziel des Projekts ist es, den organisatorischen Aufwand für Informationssicherheit deutlich zu reduzieren und Unternehmen bei der nachhaltigen Umsetzung von Sicherheitsstandards zu unterstützen.

 

Im Projekt wird ein prototypisches KI-gestütztes Assistenzsystem für das Informationssicherheitsmanagement entwickelt und in realen Unternehmensumgebungen getestet. Der Demonstrator soll Unternehmen bei zentralen Aufgaben eines ISMS unterstützen – etwa bei der Erstellung von Sicherheitsrichtlinien, der Dokumentation von Prozessen oder der Vorbereitung interner Audits.
Ein zentraler Bestandteil ist die unterstützte Generierung von ISMS-Dokumenten auf Basis regulatorischer Vorgaben wie ISO/IEC 27001 oder dem BSI IT-Grundschutz. Ergänzend wird ein dialogbasiertes Assistenzsystem entwickelt, das Mitarbeitende durch sicherheitsrelevante Prozesse führt und bei Fragen konkrete Handlungsempfehlungen liefert.
Die Wirksamkeit der Lösung wird in Pilotstudien mit Unternehmen untersucht. Dabei werden sowohl quantitative Kennzahlen, etwa zur Reduktion des Dokumentationsaufwands, als auch qualitative Kriterien wie Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz bewertet.
Erwartet wird, dass der Einsatz eines KI-gestützten Assistenzsystems den Aufwand für Informationssicherheitsmanagement in KMU deutlich reduziert und gleichzeitig die Qualität und Struktur von Sicherheitsprozessen verbessert. Damit kann das Projekt einen wichtigen Beitrag leisten, um die Lücke zwischen regulatorischen Anforderungen und praktischer Umsetzung in Unternehmen zu schließen.

 

Laufzeit

01.01.2026 – 31.12.2028

Finanzierung (Summe und Geldgeber)

Gesamtvolumen: ca. 351.568,80 €

  • 40,0 % EFRE (140.627,52 Euro)
  • 17,5 % Land RLP (61.524,54 Euro)
  • 27,5 % sapite GmbH (96.681,42 Euro)
  • 15,0 % Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Mainz (52.735,32 Euro)
 

Prof. Dr. Nicolai Kuntze
Hochschule Mainz – Fachbereich Wirtschaft
Lucy-Hillebrand-Str. 2
55128 Mainz

 

Doktorand

Hani Ali Bacha

Projektlogo

Projektpartner

DigiMuBi

Digitale Musikbildung: Digitale Lernformate in der Musikbildung aus der Perspektive von Medienpädagogik, Informatikdidaktik und Medienmanagement

Innerhalb des Projekts sollen Lehr- und Lernmethoden (in Gruppen, im Einzelunterricht oder beim Selbstlernen) sowie unterschiedliche digitale Elemente (z.B. Interaktivität, Quizze, Visualisierungen, Multimedialität oder Feedback) betrachtet werden. Die Ergebnisse sollen helfen, Handlungsempfehlungen für die Entwicklung effektiver digitaler Lernformate zu erstellen.

Neben der Erforschung digitaler Lernmedien fokussiert sich das Projekt auch auf die Analyse wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Aspekte. Es sollen Ausgangssituationen und Voraussetzungen in der digitalen Musikbildung sowie Bedürfnisse und die Akzeptanz digitaler Methoden an Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen untersucht werden.

Ziel ist es, herauszufinden, wie digitale Elemente und Formate den Musik- und Instrumentalunterricht bereichern und interessanter machen können – für Lernende und Lehrende gleichermaßen.

 

Laufzeit

01.01.2025 – 31.12.2027

Förderung

Im Rahmen der InnoProm-Fördermaßnahme wird das Projekt unterstützt durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), kofinanziert vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz (MWG RLP). Weitere Förderer sind der Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Mainz, Schott Music und die Strecker-Stiftung. 

Mit der Fördermaßnahme "InnoProm – Innovation und Promotion" fördert Rheinland-Pfalz anwendungs- und praxisorientierte Promotionsvorhaben, die konkrete Innovationen in rheinland-pfälzischen Unternehmen voranbringen. Dadurch sollen innovationsrelevantes Wissen und unternehmerische Bedürfnisse schnell und effizient zusammengebracht werden, um Lösungsmöglichkeiten für innovative unternehmerische Fragestellungen in konkreten vorwettbewerblichen FuE-Vorhaben zu erarbeiten. Mit der Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern leistet die Fördermaßnahme außerdem einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Fachkräfte. Unterstützt wird dies aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

 

Janna ten Thoren (M.A.)

Operative Projektleitung DigiMuBi

Doktorandin | Wissenschaftliche Mitarbeiterin | Teamleiterin Digitale Bildung

Hochschule Mainz

Tel.: +49 6131 628-3331
Mail: janna.tenthoren (at) hs-mainz.de

Prof. Dr. Sven Pagel

Strategische Projektleitung DigiMuBi

Professor für Wirtschaftsinformatik und Medienmanagement

Hochschule Mainz

Tel.: +49 6131 628-3321
Mail: sven.pagel (at) hs-mainz.de
 

Prof.'in Dr. Jasmin Bastian

Erstbetreuerin Promotion DigiMuBi

Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Tel.: +49 6131 39-26718
Mail: jasmin.bastian (at) uni-mainz.de

Monika Schnatz (M.A.)

Kooperationspartner (Unternehmen) DigiMuBi

Business Development

Schott Music GmbH & Co. KG

Tel.: +49 6131 246-0
Mail: monika.schnatz (at) schott-music.com

 

Projektpartner


Bereits ab­ge­schlos­sene Projekte

Die digitale Transformation schreitet mit zunehmender Geschwindigkeit voran. Immer mehr Unternehmen und öffentliche Stellen setzen mit ihrer IT-Strategie auf die Cloud. Neben den technischen und organisatorischen Herausforderungen von Migrationen bzw. Neuinstallationen von IT-Systemen in der Cloud bleiben Fragen zur IT-Sicherheit und Datenschutz oft unzureichend beantwortet. Es ist wichtig, die Begriffe IT-Sicherheit und Datenschutz multi- und interdisziplinär zu betrachten. Die Betrachtung darf demnach nicht auf technische Problemstellungen reduziert werden, sondern ist vielmehr auf die menschliche IT-Nutzung im Sinne der Mensch-Computer-Interaktion (MCI) / Human-Computer-Interaction (HCI) und deren Einbindung im Organisationskontext zu erweitern. Das Promotionsprojekt mit dem vorläufigem Namen "IT-Sicherheit und Datenschutz in der Cloud" mit einer dreijährigen Laufzeit (2018-2022) setzt an dem zuvor genannten Problem an. Das Promotionsprojekt wurde gemeinsam mit der Hochschule Mainz, der Universität Koblenz-Landau und dem auf sicherheitskritische Architekturen spezialisierten Unternehmen sapite GmbH am 1. Juli 2018 gestartet. Die methodische HCI-Kompetenz der Professur für Wirtschaftsinformatik und Medienmanagement (WIMM) von Herrn Prof. Dr. Pagel der Hochschule Mainz, die organisationstheoretische Kompetenz des Instituts für Scientific Entrepreneurship der Universität Koblenz-Landau und die IT-Sicherheits-Kompetenz der  sapite GmbH ergänzen sich hier in idealer Weise.

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Ziel ist die Untersuchung von Data Analytics und KI in den Nutzungsfeldern Marketingautomations- und Video-on-Demand-Systeme (VoD). Digitalisierung lokaler Werbeprodukte soll mittels Marketingautomation auf Basis digitaler Sichtbarkeitsanalyse optimiert werden, ebenso die Empfehlungen für VoD-Systeme.

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Die geplante Promotionsarbeit zielt darauf ab, ein deutlich verbessertes Fertigteilkonzept für Hybridtürme zu entwickeln. Dabei sollen zunächst diverse Turmgeometrien im Grund- und Aufriss erstellt und bewertet werden. Das Resultat ist zunächst eine Rangliste diverser Turmgeometrien "aus einem Guss".

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Die Verknüpfung hyperspektraler und geometrischer Daten sind für viele Anwendungsfelder von großem Interesse. Insbesondere für Umweltanwendungen und die Energiewirtschaft würde eine Kombination dieser Daten einen Mehrwert darstellen und erlauben, ein umfassenderes Bild der Welt und ihrer Ressourcen zu vermitteln.

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