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Drei Fragen an

Prof. Dr. Martin Kowalczyk (Foto: Melanie Billian)

Prof. Dr. Martin Kowalczyk, Professor für Wirtschaftsinformatik

Prof.  Dr. Martin Kowalczyk wurde im März 2021 an die Hochschule Mainz berufen und lehrt dort Wirtschaftsinformatik im Fachbereich Wirtschaft

Was hat Sie zum Wechsel an die Hochschule Mainz bewogen?

Für den Wechsel an die Hochschule Mainz waren für mich drei Aspekte ausschlaggebend. Zunächst wäre da die thematische Ausgestaltung der Professur für Wirtschaftsinformatik im Bereich Data & Analytics zu nennen. Seit meiner Promotion begeistere ich mich für diesen Themenschwerpunkt, welcher heutzutage für viele Unternehmen von hoher Relevanz ist und auch unseren privaten Lebensbereich immer mehr durchdringt. Als Führungskraft bei der Unternehmensberatung Accenture habe ich für meine Kunden Datenstrategien und technische Datenplattformen entwickelt, sowie Großprojekte zur Umsetzung von Analytics und KI-Systemen realisiert. Diese Expertise im Kontext der Professur weiterzuentwickeln und insbesondere auch die Möglichkeit, meine Erfahrungen an die Studierenden weiterzugeben, waren wichtige Beweggründe, die Berufung der Hochschule Mainz anzunehmen.

Weiterhin bietet die Hochschule ein gutes Umfeld für anwendungsorientierte Forschung, die für mich einen ganz besonderen Stellenwert hinsichtlich der Entwicklung und Umsetzung von Innovationen hat. Der Praxisbezug ist eine ganz wesentliche Voraussetzung, um gute Ideen und Forschungsansätze in Bezug auf Relevanz zu validieren. Darüber hinaus bietet die Anwendungsorientierung die Möglichkeit, neue Ideen mit Partnern aus der Wirtschaft zu erproben und damit die Entwicklungszeit für Innovationen zu beschleunigen. Ich bin der festen Überzeugung, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Unternehmen, insbesondere im Bereich Data, Analytics & KI von großer Bedeutung für die deutsche Wirtschaft ist und freue mich, hierzu im Rahmen der Professur einen Beitrag leisten zu können. 

Nicht zuletzt bedeutet für mich der Wechsel an die Hochschule Mainz auch ein wenig heimkommen, da ich zur Schulzeit viele Jahre in Mainz gelebt habe und die Stadt und Region sehr schätze.

Was reizt Sie am meisten an Ihrer neuen Stelle?

Die einzigartige Kombination aus Freiraum für eigene angewandte Forschung im Bereich Data & Analytics und der Möglichkeit, diese im Kontext von Lehre mit Studierenden bzw. in praxisorientierter Zusammenarbeit mit Unternehmen weiterzuentwickeln. In der heutigen Zeit stehen Unternehmen, aber auch jedem Einzelnen in der Gesellschaft, eine Fülle von Daten und die technologischen Möglichkeiten zur Datenanalyse zur Verfügung. Die Schwierigkeit besteht darin, auf intelligente Art und Weise die für eine Entscheidung jeweils relevanten Informationen zu extrahieren. Verfahren zur Entscheidungsunterstützung erfordern, neben der technischen Datenverarbeitung und Analyse, auch eine Abstimmung der Methoden auf kognitive Entscheidungsprozesse von Menschen. Dies ist ein vielfältiges Forschungsfeld, dessen weitere Entwicklung ich im Rahmen der Professur mitgestalten möchte.

Zu welchem Thema würden Sie sich gerne mit Studierenden in lockerer Runde austauschen?

Ein spannendes Thema, welches alle Studierende betrifft, ist Data Literacy. Es handelt sich dabei um die Kompetenz, relevante Datenpunkte zu sammeln und zu verstehen, sowie daraus Erkenntnisse und Handlungen abzuleiten. Ein interessantes Gedankenexperiment ist es, sich hierbei zu vergegenwärtigen, welche Daten man selbst im Laufe einer Woche erzeugt und
(un-)bewusst teilt, sowie welche Erkenntnisse dies über einen selbst zulässt. Hieraus ergeben sich hilfreiche Anhaltspunkte, wie Daten nutzbar gemacht werden können und es entsteht eine Sensibilität für den achtsameren Umgang mit persönlichen Daten.

Unter der Überschrift „Drei Fragen an“ werden in loser Folge neu berufene Professorinnen und Professoren vorgestellt. Folgende Beiträge sind bereits in der Reihe „Drei Fragen an“ erschienen:

 

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