Die Hochschule Mainz baut ihr internationales Netzwerk weiter aus und begrüßt mit der Kyiv National University of Construction and Architecture (KNUCA) einen neuen Partner in der Ukraine.
Im Rahmen eines Besuchs zweier Hochschulvertretungen aus Kiew wurde das Kooperationsabkommen nun offiziell von der Präsidentin der Hochschule Mainz, Prof. Dr. Susanne Weissman, unterzeichnet. Das Dokument war zuvor bereits von der Hochschulleitung in Kiew unterzeichnet worden. Der Dekan der KNUCA nahm digital an der feierlichen Unterzeichnung teil.
Zusammenarbeit mit starker persönlicher Basis
Die neue Partnerschaft baut auf einer bereits gewachsenen Zusammenarbeit auf. Nach Beginn des russischen Angriffskrieges hatte sich Ihor Tvoronovych, ein Doktorand der KNUCA, an die Hochschule Mainz gewandt, um eine akademische Betreuung im Bereich Architektur zu finden. Der Kontakt zu Prof. Thomas Mrokon entwickelte sich unmittelbar sehr konstruktiv und vertrauensvoll. Aus diesem fachlichen Austausch heraus entstand eine enge Verbindung zwischen beiden Hochschulen – aktuell ist bereits eine gemeinsame Summer School in Mainz in Planung.
Über diese intensive Kooperation in der Architektur entwickelte sich schließlich auch die institutionelle Vernetzung. Schnell wurde deutlich, dass es zahlreiche inhaltliche Schnittstellen gibt: Alle drei Fachrichtungen des Fachbereichs Technik der Hochschule Mainz – von Architektur über Bauingenieurwesen bis hin zu Angewandter Informatik und Geodäsie – sind auch an der KNUCA stark vertreten.
Fachlicher Austausch über Disziplingrenzen hinweg
Es zeigen sich vielversprechende Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen in Lehre und Forschung. Der Prodekan des Bauingenieurwesens der KNUCA, Prof. Kostiantyn Chernenko, war Teil der Delegation und nutzte den Besuch für einen direkten fachlichen Austausch mit Prof. Stephan Mai aus dem Bauingenieurwesen der Hochschule Mainz.
Mit der nun formell besiegelten Partnerschaft schaffen beide Hochschulen eine tragfähige Grundlage für Studierenden- und Lehrendenaustausch, gemeinsame Lehrformate sowie perspektivisch kooperative Forschungsprojekte.
Gerade in herausfordernden Zeiten ist die Stärkung akademischer Netzwerke von besonderer Bedeutung. Die Hochschule Mainz freut sich sehr auf die Zusammenarbeit mit der Kyiv National University of Construction and Architecture und auf die gemeinsamen Projekte, die aus dieser Partnerschaft entstehen werden.
