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Best Practice Interdisziplinäre Lehre

Repair - gemeinsam zirkulär bauen

Projektablauf
Das Vorhaben gliederte sich in fünf Phasen:

  • Einführung: Impulsvorlesungen zu Kreislaufwirtschaft und Best Practices wurden durch externe Referierende durchgeführt.
  • Materialien Scouten & Ernten: Ressourcen wurden an den alten Standorten zur Abfallreduktion praktisch erfasst und geborgen.
  • Entwurf und Planung: Interdisziplinäre Teams entwickelten Designs nach dem „Cradle-to-Cradle“-Prinzip („Form follows Verfügbarkeit“), unterstützt durch Workshops des Baukreisel e.V..
  • Nachweisführung & Ökobilanzierung: Die Studierenden erstellten Materialpässe mit Recyclingquoten und CO2-Bilanzen zur ökologischen Bewertung der Projekte.
  • Machen & Bauen: Die Entwürfe wurden praktisch realisiert, teilweise im Rahmen einer Workshopwoche oder Summer School als Projektabschluss. Die erarbeiteten Daten wurden zudem in einer frei verfügbaren OER-Materialdatenbank (Open Education Resources) gesichert.

Mehrwert durch Interdisziplinarität
Das Projekt verband die Architektur (Modul Energieoptimiertes Bauen) mit der Innenarchitektur (Nachhaltige Gestaltungsstrategien). Diese Synergie ermöglichte es, technische Nachhaltigkeitsmetriken wie Ökobilanzierung mit gestalterischer Qualität und dem Erhalt baulicher Geschichte zu verknüpfen. Studierende lernten, über Disziplingrenzen hinweg zirkuläre Details zu entwerfen und ökologische Daten als Grundlage für Designentscheidungen zu nutzen. Die Einbindung externer Partner aus Wirtschaft, Anwendung und Vernetzung erweiterte das professionelle Netzwerk und förderte das Verständnis für die notwendige Transformation der Baubranche.

Ausblick
Die Ergebnisse wurden als Open Education Resources (OER) verstetigt. Die gebauten Strukturen sollten am neuen Campus, etwa im Projekt „LUCY“ oder als Materialtauschbörse, langfristig genutzt werden und so ein Stück Identität der alten Standorte in die neue Umgebung integrieren.

In dem Projekt nutzten Architektur- und Innenarchitekturstudierende die Standorte Holz- und Rheinstraße als „urbane Minen“. Vor der Entsorgung stehende Materialien wurden erfasst, bewertet und für den neuen Campus in kreislauffähige Strukturen überführt. Ziel war es, den materiellen und ideellen Wert von Ressourcen sichtbar zu machen und durch ökologische Strategien wie Materialpässe und CO2-Bilanzen eine nachhaltige Baukultur (Bauwende) aktiv mitzugestalten.

Eckdaten

Projektleitung:

Prof. Gero Quasten & Katharina Kasinger

Durchführender Studiengang

Architektur & Innenarchitektur

Kooperation:

Baukreisel e.V.
Concular
LXSY
DGNB

Laufzeit

Sommersemester 2025 (17.03.25 – 19.07.25)